Ein denkwürdiger Abend.

Michael Mannheim schreibt zum Lauf des Monats am 23. September 2022:

Denkwürdig war er wirklich, der 7 Meilen Lauf von Zons!

Heijo, der seit unendlich langer Zeit -gefühlt zwei Jahre – verletzungsbedingt keinen Wettkampf mehr bestritten hatte, war dabei und erreichte, wie könnte es anders sein, den ersten Platz in seiner neuen Altersklasse M70. Im Nachgang seines Geburtstages spendierte er uns allen ein kühles Getränk nach dem Lauf. Dafür auch an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön.

Insgesamt waren wir mit 10 Leuten angetreten, die bei trockenem Wetter die bekannte Strecke absolvierten. Bei Umrundung der Feste Zons stürzte Walter, der sich die Knie und die Stirn verletzt hatte und belegte dennoch in seiner AK M75 den ersten Platz. Nach dem Lauf wurde er noch von den Sanitätern fachgerecht versorgt. Es gab weitere erste Plätze: Silke in den W35 und Verena in der W70, Rosi wurde 3. in der W65 und der Verfasser dieses Artikels 2. in der M75. Von unseren Teilnehmern belegten also 6 die vorderen Plätze, ein nicht alltägliches Ergebnis! Außer den oben genannten waren dabei: Sascha, Bernhard und Elisa und die mitgereisten Fans Andrea und Monika.

Frauen

8. 00:54:28 Silke Tiemesmann 1. W35

61. 01:08:03 Elisa Werner 8. W45

60. 01:08:03 Anne Kruse 5. W60

78. 01:10:09 Rosi Fetten 3. W65

111. 01:15:22 Verena Hajek 2. W70

Männer

68. 00:53:35 Sascha König 11. M45

96. 00:56:17 Heijo Fetten 1. M70

247. 01:08:42 Walter Becker 1. M75

253. 01:09:36 Michael Mannheim 2. M75

265. 01:11:09 Bernhard Gustav 39. M55

E n d l i c h !

Nach dem EVL-Halbmarathon in Leverkusen schreibt Katrin dazu:

“Eeeeeendlich….

…der Start zum EVL Halbmarathon stand kurz bevor… Darauf fieberte ich schon die ganzen zwei vergangenen Pandemiejahre hin.
Am Sonntag den 12.06.2022 konnte es also losgehen zum HM in Leverkusen. Start war um 9:00 Uhr und diesmal mit neuer Streckenführung. So fanden wir uns also am Morgen an der Bay-Arena in Leverkusen ein. Andrea und ich wurden zusammen von Olli zum Lauf gebracht (vielen lieben Dank noch mal dafür) Und pünktlich zum Lauf war das Wetter traumhaft, der Regen und die Kälte der vergangenen Tage war wie von Geisterhand verschwunden. Der EVL Lauf hat wohl eine Schönwetter-Garantie. Am Stadion war bereits viel Trubel, Aufregung und tolle Musik. Alle waren bester Laune und dank wunderbarer Stadion-Toiletten entfiel auch der bei mir sonst Übelkeit hervorrufende Gang auf die Dixis …

Hier trafen wir noch Lydia, Thomas, Verena und Stephan aus unserem Verein und sicherten uns eine optimale Startposition. Bei mir sollte es eine Zeit von am liebsten unter 1:49 werden, wie ich vollmundig hatte verlauten lassen. Meine Vereinskolleginnen/en wollten sich nicht so genau festlegen, da alle schon mehrere Läufe in der gleichen Woche mit Traumzeiten absolviert hatten, während ich ausgeruht an den Start ging.

Pünktlich um 9 Uhr ging es mit viel Trara und Konfettiregen los. In Leverkusen weiß man was Läufer/innen brauchen…Die Strecke war EVL typisch ambitioniert und mit 133 Höhenmetern immer wieder in langen Teilen ansteigend, schön waldig und häufig umsäumt von klatschenden Menschen. Das motiviert mich immer wieder aufs Neue. Durch die Umkehrung der Streckenführung konnte auch der sonst so berüchtigte „Sauerberg“ -er heißt vermutlich aber im echten Leben anders- von Kilometer 18 diesmal runtergerast statt raufgehechelt werden: Ein echt Megastarkes Gefühl. Nach dem wilden Bergablauf wurde ich auf ebener Strecke gebeten doch Platz zu machen, damit man an mir vorbeilaufen könne. Wie ihr Euch denken könnt, war es natürlich ein innerer Höhenflug, als ich die zwei Mitlaufenden ca. 30 Meter weiter wieder hinter mir lassen konnte… naja, für mich galt: nicht nur kurz mal bergab schnell, sondern auch auf ebener Strecke full power… Und so konnte die Strecke bei bester Verpflegung (alle 2 Kilometer war eine Verpflegungsstelle!) und mit viel Spaß gelaufen werden. Zumal nette Menschen am Wegesrand auch immer mal eine kalte Dusche spendierten, war auch für Abkühlung von oben gesorgt. Das Highlight des Laufes, die Durchquerung der Bay-Arena, war diesmal kurz vor dem Ziel als das Ende des Laufes bereits in Sicht war. Der eingespielte Jubel und die Musik in der Bay-Arena, wie natürlich auch unsere gut trainierten Beine, trugen uns bis ins Ziel. Die jubelnden Menschen dort versüßten uns den Zieleinlauf ebenfalls mit tosendem Beifall. So macht Ankommen doppelt Spaß. Im Ziel gab es für alle eine tolle Medaille und einen warmen Glückwunsch.

Und die von mir angestrebte Zielzeit? 1:49:33!!
34 Sekunden über der Wunschzeit, aber trotzdem persönliche Bestzeit und daher stolz, zufrieden und glücklich.

Fassbrause und andere Getränke nebst Bananen dienten zur Stärkung und die wunderbar heißen Duschen waren eine Wonne. Das gemütliche Beisammensein mit Getränken und Waffeln in Andreas und Ollis Garten rundeten den Lauf perfekt ab. Alles in allem war es also ein toller Lauf und für mich steht er schon dick im Kalender für nächstes Jahr… neue Zielzeit: vielleicht unter 1:48?…”

Laufberichte aus dem Monat Mai!

Ein Monat voller besuchter Laufveranstaltungen liegt hinter uns. Von den zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern haben einige ihre Eindrücke beschrieben.

Andrea schreibt: Alles neu macht der Mai!

“Corona scheint hinter uns zu liegen, denn es geht wieder los. Und zwar geballt – geplante Veranstaltungen und Pandemiebedingt aufgeschobene Veranstaltungen trafen im Mai aufeinander:

Am 1. Mai-Wochenende stand dieses Jahr für mich nicht unser vereinseigener Marathon Rund um den Colonius an, sondern das aufgeschobene Radrennen Rund um Frankfurt/ Eschborn für Olli, den ich begleitete.

Das 2. Mai-Wochenende verbrachten Olli & ich mit einem befreundeten Paar in Lissabon. Bei muckeligen 30 Grad lief ich dort zusammen mit Burkhard den Halbmarathon. Schweißtreibend und anstrengend, da die Strecke so gut wie keinen Schatten bot, waren wir Läufer so dankbar für die Feuerwehren, die uns an der Strecke mit Wasser von oben abkühlten. Da hätte der Veranstalter mal besser auch die Startzeit verlegt, nicht nur das Startdatum von März auf Mai. Dennoch – Lissabon – ein Traum :-)

Am 3. Mai-Wochenende verzichtete ich freitags unfreiwillig auf den LdM Rosellener Nachtlauf und traute mir am Samstag darauf auch nur 5km beim Grafschafter Ahrlauf zu. Einen schönen Bericht zu diesem Lauf gibt es bereits von Elisa.

Das 4. Mai-Wochenende hielt dann den einzigen wahrlich von Elisa und mir geplanten Lauf bereit. Beim Vivawest-Halbmarathon durch das Zechengelände Zollverein Essen und Nordsternpark tauschten wir lediglich die Dritte im Bunde aus und so startete mit uns Heike. Auch hier gab die Sonne wieder alles und die Duschen auf der Strecke wurden dankbar durchlaufen.
Sehr spontan verplant wurde das 5. Mai-Wochenende, nachdem ich Lydia ein Bild von der schönen Medaille des Halbmarathons in Luxembourg zusandte. Kurzerhand meldeten wir uns an und konnten auch Elisa und Maria für diesen Lauf begeistern (wusste ja keine, was ich wusste: Luxembourg. Laut Wikipedia: leicht wellig).

Kommentare hierzu von den Mitläuferinnen Elisa, Maria und Lydia:
Elisa: Was soll ich sagen “HM by Night” und ´hübsches Medaillönchen´ – da bin ich doch sofort dabei- unter “leicht wellig” verstehen die Luxemburger aber irgendwie was anderes als wir Flachland-Kölner. Egal – Steigungen gewuppt und sogar neue Bestzeit rausgehauen. Kein Wunder bei der guten Stimmung und der tollen Laufbegleitung, danke Maria fürs Ziehen!

Maria: Ich finde, der Semi Marathon war super gelungen – gute Stimmung, tolles Publikum und über das ´Medallion´ kann man nicht meckern!

Lydia: Stimmungsvoller Lauf durch die Stadt mit buntem Teilnehmerfeld. Ein Start lohnt sich!

Fazit: Läuft :-) Das Medaillensammeln geht in die Fortsetzung :-)

Gabi schreibt zu ihrem schönen Lauf im schottischen Edinburgh:

Am Sonntag, den 29.05.2022 lief ich in Edinburgh den Halbmarathon auf einer wundervollen Strecke, die an der Alten Universität begann, durch das Zentrum von Edinburgh, und dann hinaus an die Küste führte. Bei herrlich kühlem Sonnenwetter starteten wir um 8.00 Uhr, die Marathonläufer um 10.00 Uhr an der Hollyrood Park Road. Die ersten Kilometer bzw. Meilen führten durch das Zentrum an vielen Sehenswürdigkeiten z.B. der “National Galerie” vorbei. Die Atmosphäre unter den Läufern war großartig. Gerne wäre ich den zwei Mal verschobenen Marathon gelaufen, aber wegen einer Verletzung war ich in Trainingsrückstand geraten, und so war der HM eine sehr gute Alternative.In Schottland wird nicht nur links gefahren, sondern auch links gelaufen. Also musste ich rechts überholen. Das war sehr ungewöhnlich und ich erntete manchmal “böse” Blicke, wenn ich es falsch machte. Die Strecke an der Küste war einfach herrlich, und ich musste ein paar Mal anhalten, um die Aussicht zu genießen. So entstanden unterwegs ein paar Fotos. Der Zieleinlauf befand sich an der Küste in Musselbourgh. Dort standen viele Zuschauer, die uns begeistert zu jubelten. Auch Jochen hatte ich entdeckt. Das gab nochmal Kraft für den letzten Kilometer.Im Ziel wurden wir mit einer sehr schönen Medaille und einem kleinen Köfferchen mit Finisher- Shirt belohnt. Mit meiner Zeit unter 2 Stunden war ich sehr zufrieden. Eine flache schnelle Strecke, verbunden mit vielen Sehenswürdigkeiten in der Stadt und guter Seeluft an der Küste.
Wir kommen bestimmt nochmal wieder.

Heike lässt uns teilhaben am Läuferinnen-Kontrastprogramm im Mai 2022: VIVAWEST-Marathon am 22.05., da hab ich einen heißen Stadt-Halbmarathon mit Andreas und Elisa absolviert, die Wasser-VPs waren sehr wichtig …und die erfrischenden Duschen am Wegesrand!
Schöne HM- Strecke! Biergarten-Atmosphäre danach. Top!

Der „Bödefelder Hollenmarsch“ im Hochsauerlandkreis am 28.05. >> in der Marathon-Distanz gewandert (8:18:01h). Es war kalt und regnerisch, die knapp 1000 Höhenmeter bei der gewählten Strecke (Paket L) wirklich eine Herausforderung, zumal auch der Start für Wanderer auf diese Strecke um 7:00 Uhr angesetzt ist. Aber: Die Wolken verzogen sich und die Sonne kam zeitweise durch, somit war der Wandertag ein Genuss. Gefühlt, das ganze „Dorf“ unterstützt die Veranstaltung, wenn über 2000 Wanderer, Nordic-Walker, Speedhiker, Läufer und Trailrunner in Bödefeld Freitagabend und Samstag starten (Pakete S – XL, bis zu 101km-Distanzen sind möglich), es beginnt schon bei sehr freundlichen Parkplatz-Einweisern (Pendelbus am Fr. und Sa. in den Ort), bis zu den sehr gutgelaunten Frauen, die am Samstagmorgen ab 4:30 Uhr ein Frühstücks-Buffet für alle TeilnehmerInnen in der Schützenhalle bereitstellen. Ein Highlight: Im Hallenbad wird das Wasser höher temperiert; die strapazierten Muskeln können also danach ideal gepflegt werden. Tolle Veranstaltung.

Verena beschreibt ihr Marathonlauferlebnis in Luxemburg :

Der 15. ING Night Marathon Luxemburg hatte ‘was zu bieten … und zwar eine sehr abwechslungsreiche Stadtstrecke, bei der ganz Luxemburg eine Party feierte.

Der Reihe nach:
Beim Abholen der Startunterlagen in der Messe der LuxExpo traf ich auf die Vereinskollegen Andrea, Elisa, Lydia und Maria, die sich für den Halbmarathon angemeldet hatten. Um 19:00 Uhr wurden bei heiterem Wetter und 16° unter Abfeuern von Konfetti und orangen Luftschlangen Marathonis, Halbmarathonis und Staffelläufer gemeinsam auf die Strecke geschickt.
Wir liefen zickzack durch die Stadt vorbei an bekannten und berühmten Bauwerken durch ruhige Wohngebiete und kilometerlang durch Parkanlagen, über Brücken und durch mehrere Tunnel. Ruhigere Passagen wechselten sich ab mit großen Stimmungsnestern, besonders in der Altstadt, die wir mehrmals durchliefen.
Immer wieder mussten Haken geschlagen werden, es ging dazu noch ständig rauf und auch mal tief runter.
Ganze 56 Musikgruppen unterschiedlicher Stilrichtungen begleiteten uns:
Neben zahlreichen Sambagruppen (sogar von 3 kostümierten Stammeskriegern) und Blasorchestern sangen Kirchenchöre, Jagdhörner erklangen, Orgelmusik wurde aus der Philharmonie übertragen, dazwischen viele private kleine Musikgruppen, Reggae-Bands; Musikanlagen lockerten einsamere Streckenabschnitte auf.
Bei km 15,1 verließen uns die Halbmarathonis; jetzt konnten wir freier laufen.

Als die Sonne untergegangen war, wurde es merklich kühler, bis es im Ziel schließlich nur noch 6° waren. Vorausschauend hatte ich eine dünne Jacke mitgeführt, die ich jetzt über das T-Shirt ziehen konnte.

Nach vielen Schleifen durch vier Wohngebiete ging es nach km 29 tief runter ins Tal der Petrusse.

Trotz der Dunkelheit waren bis jetzt die weiße Führungslinie sowie die kleinen roten Pfeile am Boden gut zu erkennen. Hier unten im Tal gab es keine Streckenbeleuchtung, der Weg war teilweise schmal und auch wegen einer Baustelle unübersichtlich, so dass wir das Tempo reduzieren und sehr achtsam laufen mussten. Eine Stirnlampe war bei meinen bisherigen 5 Teilnahmen beim Luxemburg Marathon nicht nötig gewesen.
Sehr stimmungsvoll waren im weiteren Verlauf der Strecke die großen Reislampen in Würfelform, sogar ein aus Reispapier geformter Krieger mit Schwert und Schild stand am Rand. Große Lampions zeigten km 30 an. Auf der anderen Seite des Flusses war eine große Techno-Bühne aufgebaut, die mit ihrer Licht- und Nebeleffekten unglaublich viele Feiernde anlockte. Die Bässe waren schon von weitem zu hören. Es wurde eng und voll auf der Strecke, so dass ich mir immer wieder nur laut rufend unter Schwierigkeiten meinen Weg bahnen konnte.
Nachdem der Anstieg aus dem Tal geschafft war, folgte das Bahnhofsviertel, bei dem wegen der vielen Menschen die kurvenreiche Streckenführung nicht mehr zu erkennen war und ich nach dem Weg fragen musste. Es ging zurück Richtung Altstadt über die Brücke Pont Viaduc.

Hübsch anzusehen waren die verschiedenen Volkstanzgruppen in traditioneller Kleidung.

Auf der Place de la Constitution mit dem „Monument du Souvenir“ und der goldenen Statue an der Spitze des Obelisks war Party angesagt. Zum Glück war der Weg für uns hier durchgehend mit Gittern gesichert. Wir passierten den Palast des Großherzogs, der in den ukrainischen Farben angestrahlt war. Es folgte eine Strecke mit schlechtem Kopfsteinpflaster, vor dem ich mich besonders gegen Ende eines langen Laufs immer fürchte.

Als dieses Streckenstück unfallfrei hinter mir lag, waren es noch 5 Kilometer bis zum Ziel. Auf einer endlos scheinenden Geraden ging es immer leicht bergauf – zum Glück begleitet von den Trommeln einer weiteren Sambagruppe. In Abänderung der Strecke aus den Vorjahren war schließlich noch eine Schleife um das Fort Thüngen zu absolvieren. Da der Weg nur gepflastert und die Beleuchtung schwach war, musste man hier wieder sehr achtsam laufen. Nach dem Tunnel unter der Philharmonie hindurch wurde mir an der nächsten Verpflegungsstelle ein Bier in die Hand gedrückt, das ich sofort weiter schenkte. Generell lässt sich sagen, dass die Verpflegung perfekt war: Ab km 5 gab es alle 2,5 km Wasser, unterschiedliche Iso-Getränke, Bananenstücke, Energy-Riegel-Stückchen und ab der Hälfte auch Cola.

Das wurde mir jetzt zum Verhängnis, denn die eiskalte Cola gab zwar frische Energie, aber zu viel davon sorgte nun für starke Magenschmerzen, so dass ich zunächst nur noch walken konnte. Als ich wieder ein Stück gelaufen war, kam 2 km vor dem Ziel noch ein Wadenkrampf hinzu. Also waren Pause und Dehnen angesagt. Auf einem dunklen Parkweg liefen wir die letzten 1,5 km parallel zur Hauptstraße. Es folgten noch sechs Kurven, bevor der stimmungsvolle Zieleinlauf begann, bei dem überdimensionierte Teelichter rechts und links die Strecke säumten. Auf einem tiefblauen Teppich liefen wir in die Halle und unter den orangenen Zielbogen, für die immer noch zahlreichen Zuschauer angezeigt auf einem Public-Viewing-Bildschirm mit Namen, Zielzeit und Herkunftsland, bejubelt von Puschel-Mädchen und persönlich angesagt vom Sprecher mit Namen und der Info ‘aus Deutschland‘ – Gänsehaut pur! Da war meine Zielzeit von 5:57:05 (2. W70) zweitrangig.
Eine riesige, sehr detailliert gestaltete Medaille um den Hals, etwas trinken, etwas essen (u.a. Kuchen), dann endlich aufwärmen beim Duschen mit ordentlich heißem Wasser im Dusch-Truck – dann ging es auf den nächtlichen Regenerationswalk über 2,5 km zurück zum Auto.
Es gab 1.161 Finisher bei Marathon und 4.639 Finisher beim Halbmarathon.

Pascal hat an einer besonderen Veranstaltung teilgenommen: Am 21.5.2022 fand in München der Megamarsch statt und führte über 100km bis nach Mittenwald in die Alpen.
Ich hatte mich dieser Herausforderung gestellt und erreichte nach knapp 22 Stunden das Ziel.Es war eine rundum gut organisierte Veranstaltung mit tollen Bergmotiven.

Zwei Laufberichte zum Trainingsmarathon am 1. Mai 2022

Pascal Bauer hat die Eindrücke bei seiner zweiten Teilnahme am Etappenlauf dokumentiert:

“Alles neu macht der Mai – Kölner Etappenlauf

Dabei war diesmal ja nicht wirklich alles neu, das Konzept des Etappenlaufs mit den maximalen 42,195 km rund um Köln gibt es schon seit vielen Jahren. Die Strecke entlang des Rheins bis zur Rodenkrichener Brücke und dann im Uhrzeigersinn den Grüngürtel zurück in den Nordpark hat sich ja auch bewährt. Neu war dagegen dass wir wieder gemeinsam im Trupp laufen konnten und keine Maskenpflicht am Rheinufer durch einen Frühstart (wie letztes Jahr) umgehen mussten.
Treff- und Startpunkt der Köln-Umrundung war der Unterstand im Nordpark – nach einem gemeinsamen Gruppenfoto ging es dann für 9 LäuferInnen und 3 Radgebleiterinnen auf die erste Etappe zur Bastei. Das Wetter war vielversprechend und die Sonne kam zunehmend durch und ermöglichte es uns, schon bald im T-Shirt laufen zu können (einige hatten das bereits von Anfang an gewagt). Nach ziemlich genau 8,5 km erfrischten wir uns an der Bastei und begrüßten eine neue Läuferin (Julia), die uns bis zum Ende begleiten sollte.
Der nächste Stopp erwartete uns in Rodenkirchen bei km 15,6 (Lydia + Mann brachten Erfrischungen und sammelten auch die ersten LäuferInnen ein). Weiter ging es in den Grüngürtel auf die Strecke bis zum Halbmarathonpunkt (Parkplatz Eifeltor), wo einige LäuferInnen ihre Tour für heute beendeten und dann mit dem Transfer zurück zum Nordpark kamen.
Erfreulicherweise hatten einige unserer Lauffreunde heute noch größeres vor, wuchsen über sich hinaus und liefen dann mindestens eine Etappe zusätzlich (u.a. Dado +7km, Marion + 16 km). Ich freue mich sehr dass ihr das so eindrucksvoll geschafft habt. Auch für Julia war es der erste Lauf jenseits der 30km. Verena und Michael starteten dagegen erst bei km 28 und liefen bis ins Ziel! Großes Kino!
Die kurzen Pausen am Stadion und beim Nattermann und in Pesch waren unspektakulär, aber wichtig. Die zunehmende Hitze erforderte doch die zusätzliche Aufnahme von Flüssigkeit und schnellen Kohlenhydraten.
Beim Zieleinlauf wurden noch schöne Fotos von glücklichen Finishern geschossen und es folgte ein gemeinsamer Cooldown am Unterstand mit Schnittchen und Getränken.
Mein Dank gilt allen Organisatoren und Begleitern (insbesondere Thomas für die perfekte Rundum-Orga).”

Für Marion Sugg war es ebenfalls nicht die erste Teilnahme und auch sie berichtet:

“Das Murmeltier grüßt täglich… die LLG grüßt jährlich – zum Trainingsmarathon am 1. Mai.

„Rund um den Colonius“ – eine Veranstaltung, seit vielen Jahren etabliert und doch immer wieder anders. Die letzten Male waren coronabedingt kreativ in Minigruppen umgesetzt, in diesem Jahr ging es wieder in großer Runde auf die gewohnte Strecke.
Pünktlich um 8:30 Uhr ging es los. Der Feiertag fiel übrigens auf einen Sonntag, aber auch das war kein Grund, den Wecker zu ignorieren. Belohnt wurde das frühe Aufstehen ja sowieso durch die Begrüßung gut gelaunter Läufer:innen und Radler:innen und ganz viel Sonnenschein. Thomas hat in diesem Jahr die Organisation und den Einkauf übernommen und am Unterstand im Nordpark schon viele Leckereien für das After-Marathon-Buffet bereitgestellt.
Für mich war es erst die zweite Teilnahme an unserem Ein- und Ausstiegsmarathon. Und bei beiden Malen habe ich tolle Erfahrungen gemacht und bin, getragen von der Gemeinschaft, dieser absolut zwanglosen und lockeren Atmosphäre, begleitet von netten Gesprächen deutlich mehr Kilometer gelaufen, als ich überhaupt für möglich gehalten hätte. Einfach mal laufen lassen und gucken, was so geht…
Vom Nordpark Richtung Niehl ging es bis Rodenkirchen erst einmal immer am Rhein entlang. Hier liefen wir auch an Walter vorbei, den einige lautstark begrüßten, beim Vorbeilaufen haben wir dann festgestellt, dass Walter gar nicht Walter war. Laufen, quatschen und gut gucken geht scheinbar nicht gut zusammen.
Ein kurzer Stopp an der Bastei, weiter nach Rodenkirchen zum nächsten Päuschen. Da horcht man schonmal in sich hinein. Was machen die Füße, die Knie, was macht die Puste? Abwägen, aufhören, oder weitermachen? Ich hab mich fürs Weitermachen entschieden. Wie fast alle, und so ging es dann nach den ersten gut 16 Kilometern weg vom Rhein auf den Grüngürtel. Bis dahin durch die Sonne gelaufen, ging es jetzt im sehr angenehmen Halbschatten weiter. In diesem Jahr gab es kein Begleitfahrzeug, aber die tollen Radbegleiter:innen haben für den Transport von Proviant gesorgt und immer ein Auge auf den Lauftrupp gehalten. Und der liebe Heiko stand zur Halbmarathondistanz bereit, um die Halbmarathonis mit dem Bus einzusammeln, Lydia stieg ab hier als Läuferin dazu.
Es ist schon erstaunlich, was diese kleinen Pausen bewirken können. Kurz vor dem Stopp kann das Laufen mal schwerer fallen, und dann, ein Getränk, ein bisschen Studentenfutter o.ä., ein bisschen Beine ausschütteln und ganz viel Zuspruch und schwupps, steht man an der Nattermannallee, die letzte Etappe beginnt hier.
Am Zielpunkt „Unterstand im Nordpark“ trudelten nach und nach fast alle Teilnehmenden, jetzt mit Rad oder Auto ein, das Buffet wurde aufgebaut und die ankommenden Läufer:innen wurden zum Zieleinlauf bejubelt.
Diesen Trainingsmarathon der LLG zu laufen ist wirklich eine wunderbare Erfahrung. Ohne einen Wettkampfgedanken, ohne Druck das Ziel in einer Bestzeit zu erreichen, ja, sogar ohne Vorbereitung, da geht so Einiges. Vor allem aber macht es einfach Spaß.”

Grafschafter Ahrtal-Lauf am 14. Mai 2022

Elisa Werner berichtet von einem sehr anstrengendem Lauf:

“Ein munteres Trüppchen der LLG 80 aus dem flachen Kölner Land hat sich bei sonnigem Wetter den bis zu 180 Höhenmetern der Grafschafter Weinberge beim 5km bzw 10 km Lauf gestellt.

Ein wahrlich tolles Lauf Erlebnis. Schon bei der Ankunft in Grafschaft fühlten wir uns schon sehr willkommen und man hat gleich gemerkt – alle sind mit Herzblut mit dabei. Die beiden Läufe über 5 km und 10 km Läufe sind gemeinsam um 15 Uhr gestartet.
Nach dem Startschuss ging es dann auch gleich rein in die Natur – auf Schotterwegen über Felder in den Wald – herrlich.
Nach ca 2,5 km haben sich dann die Laufstrecken der beiden Laufgruppen getrennt – die 5km Läufer sind auf eine Strecke weiter durch Felder und Wälder mit bis zu 70 HM abgebogen und die 10 km Läufer sind schnurstracks die Weinberge hoch.
Ganz schön anstrengend – aber man hatte eine tolle Sicht auf das Ahrtal, wo es leider noch immer viel zu tun gibt.
Ein Glück, dass es nach einer Steigung auch mal bergab geht – Zeit zum durchschnaufen und Kräfte sammeln für die nächste Steigung.
Unterwegs sind die Läufer bestens mit Getränken versorgt worden. Alle 3 km gab es eine kleine Erfrischung, was bei dem Höhenprofil und den Temperaturen auch nötig war.
Nach dem Abstecher durch die Weinberge wurde die Strecke des 10 km Laufes wieder mit der 5 km Strecke zusammengeführt und wir sind die letzten 2,5 km über Schotterwege durch die Felder und durch den Wald gelaufen. Den Schatten im Wald fand ich sehr angenehm nach den Weinbergen.
Einen kleinen Motivationsschub gab es noch auf dem letzten Kilometer- ein Streckenradler hat jedem, den er überholt hat zugerufen wie weit es noch zum Ziel ist – noch 800 Meter, geil. Das schaff ich – bin ja gleich da.

Im Ziel haben schon die LLGler jubelnd auf uns gewartet, die sich für die 5 km Strecke entschieden hatten.

Endlich im Ziel – erschöpft, aber mega glücklich- haben wir unsere Medaille bekommen und durften uns an der liebevoll gestalteten Zielverpflegung reichlich bedienen.

Nach dem duschen haben wir dann die leckeren Grillwürstchen und das üppige Kuchenbuffet genossen. Es gab auch eine “Startnummern Verlosung” . Zu gewinnen gab es Wein aus dem Ahrtal, Birnensaft aus der Region und Grafschafter Brotaufstriche. Jede Startnummer, die leider nicht gewonnen hatte wurde mit Haribo-Tüten getröstet.

Als Fazit kann man über dem Lauf sagen – es war warm, hoch und anstrengend aber auch richtig klasse.
Ich würd’s wieder tun.”

Letzter ist k e i n e Option!

Michael Mannheim beschreibt in seinem Laufbericht eine neue Erfahrung:

“Da der Rosellener Abendlauf noch nie Lauf des Monats war, hatten wir ihn in die Liste der Monatsläufe aufgenommen. Die Ausschreibung klang gut, Parkplätze seien ausreichend vorhanden, Duschen sollte es auch geben, also nichts wie hin.

Leider fielen Monika, Pascal und Andrea krankheitsbedingt aus, so dass wir nur mit 5 Leuten am Start waren. Auto geparkt und ab aus das Gelände. Welch ein Gewusel war dort anzutreffen.
Wir versuchten erst einmal, uns zu orientieren. Alles vorhanden: Duschen, Kuchentheke, Würstchen, Pommes, Getränke.

Dann der Lauf, nur 92 absolvierten die 10 Km- Strecke. Dado und Elisa waren nach einem Kilometer nicht mehr zu sehen, Ulrike, die nach zwei Jahren das erste Mal wieder an einem Wettkampf teilnahm, lief mit mir, Adriana war hinter uns.
Es war eine schöne Strecke über die Felder mit weitem Blick, auf eine Kirche mit wenigen Häusern zu, Leute standen an der Straße und applaudierten “Schon wieder Kölner”, eine Passage durch einen kleinen Wald, angenehme Temperatur, alles bestens. Inzwischen hatte Ulrike mich hinter sich gelassen.

Dann lief bei Kilometer 7 Adriana auf mich auf “wenn wir so weiter laufen, schaffen wir das unter einer Stunde”. “Ja, wenn” und schon hatte Adriana mich überholt.
Es dauerte nicht lange, bis ich das Geräusch eines Traktors vernahm: Der Besenwagen! Einer noch hinter mir. Und ich konnte den Abstand nicht vergrößern.
Der Traktor war dann wieder weg und ein Mann lief auf mich auf “du willst doch nicht von einem 80 jährigen überholt werden, komm mit!”
Nein , das wollte ich wirklich nicht, und diese Aufforderung verschaffte mir Luft unter meine Flügel und ich konnte nun mehr als nur mithalten.
Wir kamen dann zusammen ins Ziel, ich ließ ihm einem kleinen Vorsprung der Fairniss wegen (er war aber früher als ich gestartet, so dass ich am Ende eine bessere Nettozeit hatte.)
Dado (vor Elisa im Ziel, was sich aber am nächsten Tag ändern sollte), Elisa, Ulrike und Adriana,( wieder unter 60 Minuten!), applaudierten bei bei meiner Ankunft.
“Nie mehr 10 Km!” war mein erster Kommentar.

Nach herrlich warmen Duschen verpflegten wir uns noch, bekamen noch gratis belegte überzählige Käsebrötchen und machten uns gegen 23:00 Uhr zufrieden auf den Heimweg.

Jetzt habe ich mich dennoch bei dem Benrather Schlosslauf für die 10 Km entschieden, als ich in der Ergebnisliste von 2019 gesehen hatte, dass da noch über 20 Leute hinter mir waren. Den Rosellener Abendlauf möchte ich gerne noch einmal laufen, aber dann definitiv nur die 5 Km (da waren übrigens 2011 am Start und ich wäre nicht letzter geworden.)

Wetter doof – Lauf doof – Ergebnis überraschend

Andrea ist vollkommen überrascht vom Ergebnis ihres Marathons:

“Mein Freiburg Marathon, 03.04.2022

Voller Vorfreude war ich auf den anstehenden Marathon in Freiburg. Gemeinsam mit Lauffreunden, die ich bei meinem ersten Nordseelauf kennengelernt hatte, stand ein schönes verlängertes Wochenende an. Vor Ort waren wir mit Anne, Michael, Dagmar und Renate, die ebenfalls zum Freiburg (Halb-)Marathon angereist waren, zum Essen verabredet und verbrachten einen schönen Abend.

Freiburg im Breisgau – Deutschlands wärmste Region. Was bin ich froh, dass ich mich dafür entschieden hatte und nicht etwa im kalten Berlin oder Hannover laufen musste *Ironieaus!*. Das miese Wetter vor Ort – wir haben Freiburg eigentlich nur mit gesenktem Kopf unter Kapuze und Regenschirm erlebt – raubte mir jede Vorfreude. Den ganzen Samstag suchte ich nach meiner Motivation …..
Sonntagmorgen sah das Wetter endlich einladender aus – es war trocken und die Sonne kam über den Berg. Im Startbereich kam dann natürlich auch die passende Stimmung auf :-) Nur die Sonne schaffte es nicht, zu bleiben. Egal – Hauptsache, trocken !
Countdown, Startschuss und los gings auf die erste von 2 Runden. És lief sich sehr gut, obwohl die Strecke teilweise in Nadelöhre führte und ich ziemlich viel überholen musste. Ich hatte eine sehr konstante Pace im Kopf, die mir nicht gelang – ich war zu schnell und unbeständig unterwegs. Nach Runde 1 und einer Durchlaufzeit von 1:53 Std. dachte ich noch „Prima, im Prinzip reicht jetzt eine Pace von 6:00 Minuten ….“ Und fragte mich noch, ob ich Olli oder Renate nochmals als Motivatoren an der Strecke sehen würde, als mich ein paar Kilometer später auch schon der Mann mit dem Hammer erwartete ….. bei Kilometer 30 habe ich ernsthaft überlegt, aufzuhören. Ich ging, lief, ging. Versuchte, in eine Konstante zu kommen. Ging, lief, ging ….. Der 4:00 Stunden-Pacemaker überholte mich …. Ein Eichhörnchen rannte neben mir auf einer Brücke mit … und ich wollte einfach nur irgendwann ins Ziel kommen. Bei Kilometer 37 tauchte Olli nochmals auf und rief mir irgenswas mit „komm, jetzt noch mal motivieren“ zu ….. na gut. Auf gings. Noch 5 Kilometer. Kann ich. Krieg ich hin. Irgendwie. Und tatsächlich kam ich noch mal ins Rennen …. Ich kam dem 4:00 Stunden-Pacer näher und näher und überholte ihn tatsächlich. Jetzt nur nicht nachlassen. Weiter, weiter …. Wie lang noch ? Letzte Brücke, letzte Kurve, Zieleinlaufbogen, wo ist die Zeitmatte, warum ist die Uhr noch so weit vor mir ? Lauf ! und dann endlich war dieser Marathon geschafft ! Ziel erreicht – unter 4:00 Stunden. Geschafft !

Die Medaille – verdient :-) Die Verpflegung – top ! Die Stimmung am Streckenrand – trotz Kälte toll ! Die Duschen – draussen, aber herrlich warm !
In der Messehalle wurde ich von Olli und meinen anderen Mitläufern und Miturlaubern erwartet und gefeiert – für meine neue persönliche Marathonbestzeit…… nie hat sich Bestzeit nach so vermasseltem Lauf angefühlt. Ich kanns immer noch nicht so ganz fassen ….”

Halbmarathon in Freiburg

Michael Kruse lässt uns mit seinem Laufbericht auch an den Erlebnissen rund um die Veranstaltung am 3. April 2022 teilhaben:

“Bei winterlichem Wetter traten wir die Reise nach Freiburg an, um dort mit vier Läufer*innen der LLG am (Halb)Marathon teilzunehmen.

Wir waren froh, den ersten Abend gemeinsam in größerer Runde in der warmen Stube des Gasthofs “Großer Meyerhof” zu verbringen. Nach gutem Frühstück zog es uns samstags in die Freiburger Altstadt, mit Marktbesuch, Shoppen und einem Mittagsimbiss in den Markthallen Anschließend kämpften wir uns durch Sturm und Schnee zum Messegelände, um dort unsere Startunterlagen abzuholen. Ein großer Freiburgplan auf dem Boden der Halle 3 verriet uns nicht nur die Streckenführung für Halbmarathon (eine Runde) und Marathon (zwei Runden), sondern auch die Standorte der zahlreichen Bands, die unterwegs für Stimmung sorgen sollten. Die Vorfreude wuchs.

Sonntags morgens sah man am Bertoldsbrunnen dann zahlreiche Lauffreunde, die sich in vollen Straßenbahnen zum Start bringen ließen. Um 9.30 Uhr gings dann für Anne, Dagmar, Andrea und Michael los. Mit vielen Tausend Läuferinnen und Läufer durften wir bei nunmehr trockenen Wetter starten und wurden nicht nur von begeisterten Freiburger*innen angefeuert, sondern vor allem durch die tolle Musik unterwegs weitergetragen. Die Bands sorgten für fantastische Stimmung. Im Ziel erwarteten uns viele Helfer*innen, die gut organisiert allerlei Leckeres verteilten, um den ersten Durst und Hunger zu stillen. Das hielt uns nicht davon ab, nachmittags mit dem von Renate kaltgestellten Sekt anzustoßen und dabei Freiburger Leckereien zu genießen. Diese Laufveranstaltung kann ich nur empfehlen und vielleicht gibt es ja eine Wiederholung, dann aber mit Frühling im Frühjahr.”

Hannover Marathon am 3. April 2022: Licht und Schatten

Verena lässt uns intensiv an ihren Eindrücken teilhaben:

“2019 meldete ich mich zum 30. Hannover Marathon im Frühjahr 2020 an. ‘Dank‘ Corona wurde mein Start verschoben, abgesagt, verschoben usw., bis es schließlich am 3.4.2022 soweit war. Als Vorbereitungswettkämpfe absolvierte ich den 10km-Lauf ‘rund ums Bayerkreuz‘ und 2 Wochen später den Königsforst-Halbmarathon.

Mit gemischten Gefühlen – auch wegen der immer noch Corona-bedingten Einschränkungen – fuhr ich am 2.4.2022 mit der Bahn nach Bielefeld, wo ich von Heike und ihrer Freundin Elke erwartet wurde. Diese fuhr uns im Auto nach Hannover, wo wir die Startunterlagen abholen wollten. In eisiger Kälte mussten wir draußen mit Maske in einer langen Schlange rings um den Tramplatz vor dem ‘Neuen Rathaus‘ ausharren, bis der Impfstatus geprüft worden war. Bei 18.400 Teilnehmern hätte man mehr und gezielter Ordner einsetzen können.
Nach der Prüfung des Impfnachweises erhielten wir endlich das begehrte grüne Armband, das uns erlaubte, wiederum in einer längeren Schlange, die Startunterlagen abzuholen. In den Plastik-Startbeutel wurden neben der Startnummer Sicherheitsnadeln und 2 Gels gepackt – keine Informationsbroschüre mit detailliertem Streckenverlauf und Angabe der Verpflegungsstellen oder gar Beigaben der Sponsoren. Zum Glück hatte ich zuvor schon das Meiste im Internet recherchiert. Noch schnell ein Foto vor der Wand mit allen Teilnehmernamen, dann hatten wir kein Interesse mehr an den wenigen Ausstellern auf dem ungemütlichen Rathausvorplatz, bei dem noch nicht einmal etwas Musik für Stimmung sorgte.

Im Auto ging es nach Detmold, wo wir bei Kaffee und Tee wieder auftauten. Abends verwöhnte Elke uns dann noch mit einer äußerst reichhaltigen Pasta. Die Nacht war um 5:00 Uhr zu Ende. Nach einem kleinen Frühstück fuhren wir wieder nach Hannover und fanden diesmal sogar einen kostenlosen freien Parkplatz. Auf dem 2 km Fußmarsch bei Sonnenschein und -2° – durch den kalten Wind gefühlt -7° – trafen wir nur wenige Läufer. So lange wie möglich behielt ich meine Daunenjacke an, bis ich sie schließlich im Kleiderbeutel versenkte und diesen am vorgesehenen Bus abgab.
Ein kurzer Blick auf die Eliteläufer – schließlich wurden gleichzeitig die Deutschen Meisterschaften im Marathon ausgetragen – dann kletterte ich über ein Absperrgitter, um in den Startblock zu gelangen, da ein regulärer Zugang nicht ausgeschildert oder erkennbar war. Wie gewünscht, trug ich die Maske und führte sie während des gesamten Laufs mit mir.
Nach den Handbikern wurden die Eliteläufer pünktlich um 9:00 Uhr auf die Strecke geschickt. Vier Blöcke mit Marathonis und Staffelläufern wurden anschließend ohne Pause abgefertigt. Halbmarathonis, 10-km-Läufer und Walker starteten nach uns.

Brems- und Zugläufer waren gut zu erkennen, und auf dem Boden war die blaue Linie als Ideallinie aufgemalt. Es ging zunächst nach Süden am Maschsee entlang. Hier säumten noch einige Zuschauer den Weg. Nach 4 km kam schon die 1. Verpflegungsstelle mit Wasser, Iso und Bananenstücken. Insgesamt gab es 15 Verpflegungspunkte mit diesem unveränderten Angebot und dazwischen Erfrischungspunkte mit Wasser. Die Anzahl der Versorgungspunkte war mehr als ausreichend; in der 2. Hälfte des Marathons hätte ich mir allerdings schon Cola und etwas Salzgebäck gewünscht.
Die Strecke war engmaschig deutlich gekennzeichnet mit roten Schildern; die jeweiligen Kilometerschilder waren für die Marathonstrecke in einem sehr blassen Hellgrün gehalten, dass in der Sonne kaum zu erkennen war. Die Halbmarathonstrecke, die teilweise mit unserer Strecke gemeinsam verlief, war dagegen mit leuchtenden orange-farbigen Kilometerschildern gekennzeichnet.
Nach 8 Kilometern liefen wir auf einer langen geraden Strecke mehr als 6 km bei heftigem Gegenwind zurück. Das kostete viel Kraft. Bei km 14 warteten meine Fans Elke und Heike – letztere konnte leider verletzungsbedingt nicht mitlaufen. An der Kröpcke-Uhr vorbei und durch den Tunnel am Hauptbahnhof ging es ab Kilometer 16 wieder auf eine lange gerade Strecke – diesmal durchs Grüne, die Eilenriede, ein großer Stadtwald mit dem zoologischen Garten. Zuschauer gab es hier noch weniger als vorher, vielen war es wohl einfach zu kalt. Auch die Sonne hatte sich verabschiedet. Abwechslung boten da nur die Eliteläufer, die uns auf der gegenüberliegenden Absperrung entgegen kamen. Bei Kilometer 21 überquerten wir unter Böen den Mittellandkanal, dann ging es wieder durchs Grüne auf langen graden Strecken zurück – ohne Anfeuerung oder Musik. Ab ca. Kilometer 27 war die Strecke für mehr als 5 km meist identisch mit der Halbmarathonstrecke, und der Weg war oft verwirrend, so dass ich mich einige Male vergewissern musste, ob ich mich nicht verlaufen hatte. So war ich froh, als die nächsten 5 km im Stadtteil Vahrenwald-List den Marathonis vorbehalten waren. Mehrfach regnete es kurz – wie vorhergesagt. Es war und blieb extrem ruhig – sehr ungewöhnlich für einen Stadtmarathon. Auf der ganzen Strecke gab es vielleicht 2 – 3 Sambagruppen, einige Ghettoblaster oder andere Lautsprechermusik und ganz vereinzelt private Solokonzerte. Von Stimmung konnte nur an wenigen Hotspots die Rede sein. Auf dem Weg zurück zum ‘Alten Rathaus‘ wurde ich allerdings lautstark mit ‘Kölle, Kölle‘ begrüßt, als einige Zuschauer mein Köln Marathon Botschafter-T-Shirt entzifferten.
Am vorletzten Verpflegungspunkt kam es dann zu einem sehr unangenehmen Erlebnis: Eine Kehrmaschine der AHA säuberte dort gründlich und in Schlangenlinien, ohne mich heran nahende Läuferin zur Kenntnis zu nehmen. Ich versuchte mehrfach zu überholen, rettete mich schließlich auf den Bürgersteig, tief die Abgase inhalierend.
Mit entsprechend viel Adrenalin absolvierte ich schließlich die letzten Kilometer, registrierte noch die Frauenfiguren von Nikki de Saint Phalle – die drei „Nanas“ und das Leineschloss mit dem Landtag, bis nach einer letzten Kurve der Zielbogen in Sicht kam. Es gab zwar keinen roten Teppich, aber mich überkam dennoch das ‘Runner’s High‘, als ich nach 5:38:00 im Ziel war. Es folgte eine längere Auslaufzone, bis wir die Holzmedaille in Empfang nehmen konnten. Nach einem weiteren Fußmarsch gab es endlich die ersehnten Getränke (Wasser, Multivitaminsaft, Erdinger alkoholfrei), Salzkräcker und grasgrüne Bananen. Der versprochene Finisher-Bag mit Müsliriegel, Salzgebäck, Lakritz, Kekse, Mini-Salami und Kuchensnack war offenbar schon vergriffen.
Duschen und Massagen waren nicht vorgesehen, so dass ich nur meinen Kleiderbeutel abholen konnte und gemeinsam mit Elke und Heike zum Auto spazierte, wo ich mich umziehen konnte.

Es gewannen Domenika Mayer in 2:26:50 sowie Hendrik Pfeiffer in 2:10:59 .

Halbmarathon in Berlin

Helmut Buscham hat am 3. April 2022 seine Grenzen ausgelotet:

“Ich hatte mich zusammen mit meinen Freund Dirk für den Berlin Halbmarathon in Form eines Sponsorenlaufes für „Ärzte ohne Grenzen“ angemeldet. Im Vorfeld hatten wir unser persönliches Umfeld zum Spenden aufgerufen. Mein Motto dazu lautete: „Für Ärzte ohne Grenzen laufe ich aus der Komfortzone“.

Nachdem ich recht gut trainiert hatte, auch auf dem Laufband und den Königsforsthalbmarathon in 2:12 geschafft hatte, war ich zuversichtlich, mich steigern zu können. Allerdings bin ich dann zuhause bei Probelaufen mit meiner neuen Gleitsichtbrille voll mit dem schon mal gebrochenen kleinen Zeh („Pinky“) gegen die Küchentür gedonnert. Erst tat es nur weh, später ist dann auch der Vorfuß ödematös angeschwollen. Meine Eigendiagnose lautete aber: nichts gebrochen.

So bin ich dann heute gestartet. Es war winterlich kalt: morgens 4 Grad und windig-boeig. Allerdings kein Regen oder Schneefall. Die Organisation (scc-events) wie auch beim großen Berlinmarathon super. Das Abholen der Unterlagen auf der Messe im ehemaligen Flughafen Tempelhof am Platz der Luftbrücke unproblematisch. Die Strecke mit Einlass vor dem Reichstag, Start auf der Straße des 17.Juni vor der Siegessäule, Motivation mit Musik und Klatschen auf isländische Art, auf breiten Strassen bis zum Charlottenburger Schloss, Schlossallee, um den Halensee, Kurfürstendamm, Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, KaDeWe, Wittenbergplatz, Potsdamer Platz, Gendarmenmarkt, Unter den Linden, durchs Brandenburger Tor, noch 100 m, dann im Ziel.Trotz der Kälte viele gut gelaunte Zuschauer entlang der Laufstrecke und viele Musikgruppen. Meine Laufuhr (Garmin) hat meinen Anweisungen nicht gefolgt, den Lauf erst garnicht aufgezeichnet und mir selten mal einen pace aufgezeigt. Letztlich war in mit den erreichten 2:16 zufrieden, auch wenn ich mal wieder die Komfortzone nicht verlassen habe.

Freund Dirk Lampe hat sich mal wieder als echter Sportsmann gezeigt mit Zielzeit 1:48.

P.S.: morgen lasse ich meinen Fuß röntgen!”