Samstag Vereinsmeister – Sonntag noch schnell einen Marathon!

Eifelmarathon in Waxweiler – immer wieder eine tolle Veranstaltung!
Ein Laufbericht von Roland Halder.

“In der Eifel gibt es meines Wissens nach drei Marathonveranstaltungen und die erste davon im Jahr ist der Eifelmarathon in Waxweiler. Alle drei sind tolle Landschaftsläufe und gehören daher seit Jahren zu meiner jährlichen to-do-Liste.

Wie vergangenes Jahr traf ich mich am 10. Juni 2012 dort mit einem Lauffreund, um gemeinsam zu laufen. Nachdem wir unsere Startnummern in der Turnhalle abgeholt hatten, tranken wir erst einmal einen leckeren Kaffee. Stress bei der Startaufstellung gibt es in Waxweiler nicht: Der Start ist direkt vor der Halle. Fünf Minuten vor 9.00 Uhr begaben wir uns dann mit ca. weiteren 350 Marathonis zum Start.
Bei schönem Wetter ging es von Waxweiler zum Stausee Bitburg. Nach einer Umrundung ging es wieder zurück nach Waxweiler. Der Großteil der Marathonstrecke geht über Waldwege und dank des sonnigen Wetters hatten wir an vielen Stellen einen genialen Ausblick. Ab und zu wurden irgendwelche idyllische Eifeldörfer durchquert, wo wir von den Anwohnern herzlich empfangen und angefeuert wurden. In den vergangenen Jahren stand immer ein älterer Mann irgendwo in einem Bushäuschen und spiele mit seinem Akkordeon munter irgendwelche Lieder. Leider war er dieses Jahr nicht da – schade!
Insgesamt hat die Marathonstrecke ca. 450 Höhenmeter. Das Tolle bei solchen kleineren Läufen ist, dass sich dort immer wieder die üblichen Verdächtigen treffen, mit denen man sich dann auf der Strecke über die weiteren Laufprojekte austauschen kann. Oft erfahre ich dabei von der einen oder anderen mir unbekannten Veranstaltung.
Wie immer eine tolle Veranstaltung, die eine ganze Bandbreite von Läufen anbietet (vom Bambinilauf bis zum Marathon). Nächstes Jahr solle es sogar einen 50-km-Lauf geben soll – das sind doch Perspektiven.”

Der Mittelrheinmarathon- “Ein schöner Samstagabendlauf…es wird nicht mein letzter sein!”

Roland Halder hat wieder einen Marathon auf seiner Agenda abgehakt und schreibt uns einen interessanten Laufbericht zum Mittelrhein-Marathon:

“Eigentlich wollte ich an diesem WE am Sonntag einen Marathon laufen. Aber nach einem Blick auf die Wetterprognose hat der Mittelrhein-Marathon am Samstagabend den Zuschlag bekommen.
So fuhr ich am Samstagnachmittag des 02.06.2012 nach Koblenz. Nach etwas Suchen hatte ich auch einen der ausgewiesenen Parkplätze gefunden. Von dort fuhr ein Shuttlebus bis zur Marathon Messe, bei der es auch die Startunterlagen gab. Die Messe war im Schloss untergebracht. Das war vom Ambiente her sehr angenehm. Ich holte meine Unterlagen, schlenderte über die Messe und machte mich dann auf den Weg zum Hauptbahnhof. Das Besondere am Mittelrhein-Marathon besteht darin, dass es eine one-way-Strecke ist. Start war beim sogenannten Ochsenturm in der mittelalterlichen Stadt Oberwesel. Da ich bis zum Start noch Zeit hatte, schaute ich mir die gut erhaltene Stadtmauer an. Das Wetter war sonnig und die Atmosphäre entspannt. Der Startschuss zum Marathon war um 17.30 Uhr. Die ersten 20 km empfand ich als eine laufende Sightseeingtour durch das Weltkulturerbe Mittelrhein. Eine Sehenswürdigkeit nach der anderen (Marxburg, Lorelei, Burg Rheinfels usw.). Lediglich die vielen Züge, die nebenan auf der Bahntrasse fuhren, trübten das Bild etwas – fast alle 5 bis 10 Minuten fuhr ein Zug vorbei.
Ab Boppard wurde es dann etwas stressiger. Dort war der Start zum Halbmarathon, der kurze Zeit, nachdem ich die Stadt passierte, gestartet wurde. Nun jagten kontinuierlich Halbmarathonis, viele im Pulk laufend, an mir vorbei. Von dem einen oder anderen wurde ich etwas angerempelt, da ein angemessenes umlaufen wahrscheinlich einen zu großen Zeitverlust mit sich gebracht hätte. Den einen oder anderen dieser Rennläufer hatte ich dann kurz vor dem Ziel am Deutschen Eck in Koblenz wieder eingeholt.
Nach dem Duschen im nahe liegenden Schwimmbad machte ich mich auf die Suche nach dem Parkplatz P2. Nach einem Fußmarsch von ca. 30 Minuten hatte ich mein Auto erreicht und fuhr wieder nach Hause.

Beim Mittelrhein-Marathon können Strecken von Marathon bis 10 km gelaufen werden. Allerdings ist die Marathonstrecke zu empfehlen, da sie auf der ersten Hälfte sehr viele Sehenswürdigkeiten aufweist. Aufgrund der guten Organisation und der vielen Sehenswürdigkeiten wird dieser erste Mittelrhein-Marathon für mich, nicht mein Letzter gewesen sein.”

Saar-Hunsrück-Supertrail

Ein weiterer Bericht unseres “Kilometerfressers” Roland Halder vom 18.Mai 2012:

Saar-Hunsrück-Supertrail: das Wörtchen „super“ ist berechtigt. Super anspruchsvolle Strecke, super viele Höhenmeter, super hart, super Orga und super nette Leute.

Zuerst einmal die Fakten. 1. Tag: 68 km mit ca. 2200 Höhenmetern; 2. Tag: 60 km mit ca. 1200 Höhenmetern.

Am Donnerstag (Christi Himmelfahrt, besser bekannt als Vatertag) trafen sich ca. 55 Läuferinnen und Läufer in Trier. Von dort fuhren wir mit dem Bus nach Braunweiler, wo es dann kuschelig wurde. Wir waren in Blockhütten untergebracht, die je aus vier hölzernen Stockbetten bestand. Der einzige Luxus in dieser Hütte war eine Steckdose, dich sich meist acht Smartphones und einige GPS-Uhren teilten.
Am Freitag fuhren wir dann um 7 Uhr mit dem Bus zur Wildenburg bei Kempfeld. Dort gab es ein kurzes Briefing und dann ging es pünktlich um 8 Uhr los. Nun ging es 68 km kreuz und quer und hoch und runter zurück nach Braunweiler. Hoch und runter bedeutet nicht einfach einen Hügel über eine Straße hoch zu laufen, sonder es bedeutete über Stock und Stein, über Wurzeln, durch Dreck usw. Dank des Regens war die Strecke sehr aufgeweicht und wir mussten besonders beim Herunterlaufen gut aufpassen, dass wir nicht ausrutschten. Es war nicht nur wichtig den Weg im Auge zu behalten, sondern auch immer zu schauen, ob man noch auf dem richtigen Weg ist. Ein Trail wäre nicht ein Trail, wenn er nicht plötzlich einen Schlenker nach links oder rechts machen würde. Schnell ist man dann auf der falschen Strecke. Unser Spitzenreiter beim Verlaufen hat den ersten Tag um ca. 15 km verlängert. Daher war es sehr sinnvoll sich eine passende Gruppe zu suchen, die ein ähnliches Tempo lief. Nach jeweils ca. 10 km gab es eine Verpflegungsstation.
Die Strecke, das Wetter, das ungewohnte Profil, all das forderte sehr viel Tribut bei mir. Im Ziel angekommen war ich so erledigt, dass ich weder Hunger noch Durst hatte. Daher beschränkte sich mein Abendessen auf eine große Cola, während sich die anderen ihre Kohlenhydratspeicher mit leckerem Essen auffüllten. Um 20 Uhr lag ich dann im Schlafsack und um 6 Uhr ging der Wecker. Dazwischen habe ich nichts mitbekommen.
Pünktlich um 7.30 Uhr war der Start. Nun ging es wieder kreuz und quere und hoch und runter nach Trier. Eine gute Anzahl von Läufern traten am zweiten Tag nicht mehr an. Zu Beginn fragte ich mich auch, wie ich die 60 km mit ihren Höhenmetern bewältigen kann. Aber irgendwann begann sich bei mir einfach, die Routine abzuspulen. An den Verpflegungsstationen trank ich immer sehr viel Cola, damit ich für die nächsten 10 km genug Energie hatte. So viel Cola habe ich noch nie in einer solchen Zeitspanne getrunken – es waren etliche Liter. Aber so kam ich dann in Trier ins Ziel.
Nach einer langen warmen Dusche und ausgiebig Kaffee fuhr ich dann wieder zurück nach Köln.
Den ersten Tag bin ich wieder mit meinen Five Fingers gelaufen. Das empfand ich aufgrund des Profils und der Streckenlänge etwas grenzwertig. Vielleicht lag es auch nur daran, dass ich sie noch nicht so langen habe. Am zweiten Tag bin ich dann mit normalen Laufschuhen gelaufen.
Wer wirklich mal einen tollen und anspruchsvollen Trail laufen möchte, ist hier sehr gut aufgehoben. Infos gibt es unter: http://www.sh-supertrail.de

112 Kilometer für einen guten Zweck!

Ein Bericht über einen ganz besonderen Lauf von unserem “Neuling” Roland Halder. Roland ist als sehr erfahrener Läufer seit dem 1.Mai 2012 Mitglied der LLG 80 Nordpark Köln e.V.

“Am 05.05. und 06.05.2012 lief ich beim Erft-Spendenlauf. Der Erlös kommt immer der Nachsorge von Kindern zu gute, die an tuberöser Sklerose erkrankt sind. Für jeden gelaufenen km werden 33,3 Cent gespendet.
Weil wir am Samstag recht früh mit dem Bus von Bergheim zur Erft-Quelle fuhren, trafen sich die meisten Läufer bereits am Freitag Abend zu einem geselligen Kennenlernen. Da Ultraläufer von Haus aus bescheidene Menschen sind, genügte zur Übernachtung Schlafsack und Isomatte.

Am Samstag fuhren wir um 6.50 Uhr dann mit einem Bus von Bergheim aus zur Quelle der Erft. Von dort ging es dann in der ersten Etappe 68 km entlang dem Erft-Radweg zurück nach Bergheim. Etwa immer nach ca. 10 km gab es einen reich gedeckten Verpflegungsstand. Diese ganzen Leckereien halfen uns über das schlechte Wetter hinweg. Denn während fast der ganzen ersten Etappe regnete es mehr oder weniger stark. Noch unangenehmer als der Regen war der kalte Wind, der an manchen Stellen doch sehr stark blies. Am späten Nachmittag waren wir dann wieder in Bergheim, wo wir uns in einem Fitnessstudio duschen und umziehen konnten. Von dort aus ging es dann zum Abendessen und anschließend in den Schlafsack. Für einen Außenstehenden mag sich dieser Tag sehr eintönig anhören: Laufen und essen und das meist noch im Stehen und im Regen. Was dabei nicht berücksichtigt wird, die die vielen nennten Menschen, die familiäre Atmosphäre, die tollen Gespräche und die interessante Landschaft – und das sogar über zwei Tage hinweg!

Der zweite Tag begann genau so, wie der erste aufgehört hat – mit essen und quatschen. Nach dem Frühstück liefen wir die letzten 44 km der Erft entlang bis zur Rheinmündung bei Neuss. Dieser Tag war im Vergleich zum gestrigen schon fast ein gemütliches Auslaufen. Weniger Regen, weniger Wind und wärmere Temperaturen. Damit wir aber nicht zu sehr verwöhnt wurde, war dafür das Wasser in dem Bootshaus, in dem wir duschen konnten, sehr kalt.

Die zwei Tage haben sehr viel Spaß gemacht. Allein die Idee einen Fluss von Anfang bis Ende ab zu laufen, hat schon etwas. Die gesamte Strecke bin ich mit den Five Fingers gelaufen, was ich als sehr angenehm empfand.

Five-Fingers

Lediglich am Ende des zweiten Tag taten mir die Sehnen am linken Fuß etwas weh. Aber fast jeder der Teilnehmer hatte nach dieser Strecke so seine Zipperlein und heute ist bei mir schon alles wieder weg.
Am Ende gab es noch ein Finisher-Shirt.

Der Lauf ist wirklich zu empfehlen. Es können auch kleinere Teiletappen (von Verpflegungsstand zu Verpflegungsstand) gelaufen werden.”

Unsere Spezialität!

Vor dem Start DKV 04.05.2012, Foto: W.Bulla

Zum 32. Mannschaftslauf der DKV am 04.05.2012 waren auch vier Mannschaften der LLG 80 gemeldet. Wichtigste Aufgabe für die fünf Läufer vor und während des 15 Kilometerlaufes ist das Zusammenfinden zu einer Geschwindigkeit, die keinen überfordert, die aber auch so gewählt ist, dass jeder Mitläufer gefordert ist. Und dann soll ja auch noch die Zielzeit ansprechend sein und zudem müssen die Teams gemeinsam über die Strecke und ins Ziel gelangen!

Dass im Vereinsnamen das Wort Gemeinschaft verankert ist, also nicht nur Pflicht ist, sondern auch gerne geübte und dann gezeigte Kür, das bewiesen die aktiven LLG´ler dann während der vier 3,75 km-Runden der Traditiosveranstaltung an den Jahnwiesen neben dem Rheinenergiestadion und auch im Zieleinlauf. Aber auch einige z.Zt. passive Mitglieder (Gisela und Winfried Bulla, Dieter Keil und Willi Pauly) waren als Fans dabei und feuerten die VereinskollegInnen an, die ab 18:00 Uhr in Minutenabstand mit mehreren anderen Mannschaften gestartet wurden.

So waren Rosi, Anne, Nicole M., Dagmar und Patricia als Damenmannschaft erfolgreich unterwegs (Zeit: 1:39:42 Std., Pl. 124)), Bernd B., Jürgen C. und Jürgen H. sowie Rudolf ließen sich von Nicole Kr. leiten (Zeit: 1:17:17 Std., Pl. 23)), Heijo, Heinrich, Peter, Michael Kr. und Wendel wurden bei den Herren gewertet (Zeit: 1:19:10 Std., Pl. 31)), während Monika, Renate, Pia mit Ralph und Walter B. in der Mixedwertung (Zeit 1:50:52 Std., Pl. 150)zu finden sind.

Das Wetter blieb entgegen allen Vorhersagen trocken- bis auf die letzten 15 Minuten. Aber das konnte uns nicht weiter beeindrucken: Wir warteten gemeinsam auf die LLG 80-Damenmannschaft, die als letzte gestartet worden waren und begrüßten sie im Ziel!
Nach dem Laufgenuß gab es eine adäquat gute Verpflegung und so konnten wir am Abend zufrieden den Heimweg antreten, hatten wir doch alle unsere Spezialität, den gemeinsamen Lauf schon wieder einmal gut gemeistert!

Weinseminar und Marathonlauf!

Monika Gompert berichtet vom Weinstraßenmarathon

” Alle 2 Jahre wieder- Weinstraßenmarathon!

Am nördlichen Ende der Weinstraße,am Weintor in Bockenheim, startet alle
zwei Jahre im April der Marathon Deutsche Weinstraße.

Wir haben in diesem Jahr schon zum 6. Mal teilgenommen.
Die Atmosphäre bei diesem Landschafts- und Erlebnislauf begeistert uns
immer wieder. Zum Rahmenprogramm am Samstag gehört die Weinprobe am
Probierstand des Weinguts Holstein, die auch die Flasche Wein abfüllen,
die jeder Läufer mit den Startunterlagen erhält. In guter Stimmung kann
man dann bei einer Busfahrt die Strecke besichtigen. Man erfährt dabei
vieles über die Pfalz und über den Weinbau. Nebenbei hat man schon erste
Gespräche mit anderen Läufern. Im Festzelt bei der Nudelparty(in der
Startgebührenthalten) sind sogar die Nudeln in Weintraubenform. Auch
andere pfälzer Gerichte und die Getränke (Wein und auch Bier)werden zu
günstigen Preisen angeboten. Nebenbei läuft auf der Bühne eine
Sportschau verschiedener Sportvereine aus dem Landkreis. Und wer abends
noch möchte, kann das Tanzbein schwingen bei Musik einer Mundartgruppe
mit pfälzer Dialekt.

Beim Start um 10 Uhr am Sonntag standen in diesem Jahr 2000 Halbmarathon-
und 800 Marathonläufer gemeinsam unter dem Weintor. Es war richtiges
Aprilwetter, doch von großen Regenschauern blieben wir verschont.
Klaus ist wieder auf der 42km Strecke gestartet, ich auf den 21 km. In
allen Weindörfern wird neben Wasser, Tee und isotonischen Getränken auch
immer Wein und pfälzer Spezialitäten (zB Saumagen) angeboten. Wer möchte
kann sich mit dem “Rieslingschwamm” erfrischen. Die uns bekannte Strecke
ist anspruchsvoll, es ging immer rauf und runter und in den Ortschaften
wurden wir begeistert angefeuert. Für die Marathonläufer ging es bis Bad
Dürkheim, am Riesenweinfass vorbei und durch den Kurpark. Alle
fürchteten wieder den letzten Anstieg ca. 3km vor dem Ziel, den wir
beide gut gemeistert haben, um dann im Ziel die Weinschorle zu geniessen.
Nach dem Duschen waren wir im Festzeltund haben mit vielen anderen
Finishern die Sieger mit Standing Ovations gefeiert.

Bei den anschließenden “Wandertagen” im Pfälzer Wald war der Muskelkater
bald vergessen!

Ach ja, es gab ja auch Zeitmessung! Halbmaratonzeit für mich: 02:19:55;
Marathonzeit für Klaus: 04:02:55.”

Junger LLG´ler läuft seine Bestzeit in Düsseldorf

Thorsten Offer berichtet von seinen Eindrücken beim Metrogroup-Marathon in Düsseldorf

” Als ich am Samstag Vormittag am Düsseldorfer Rheinufer die Marathonmesse betrat, erwartete ich bereits für den folgenden Tag das Schlimmste. Gerade kam die Sonne heraus, es waren nun mehr fast 30°. Während die meisten im angrenzenden Park sich der El Greco-Ausstellung widmeten und sich der Temperaturen freuten, fragte ich mich, wie man diesen Temperaturen-Umschwung halbwegs verdauen kann, wenn das Training in den vergangen Monaten bei maximal 8° und Regen stattfand.

Zum Glück der knapp 4000 Marathonteilnehmer hatte das Wetter doch ein Einsehen. Bei perfekten Bedingungen, 15°, wolkig und windstill, startete der Düsseldorf-Marathon pünktlich um neun Uhr. Gerade für die deutsche Elite war dies wichtig: Jan Fitschen wollte sein Ticket nach London lösen und die dafür vom DLV vorgegebene Norm von 02:12:00 unterbieten. Bei den Damen gab Anna Hahner ihr Marathon-Debüt und gab ebenfalls als Zielgröße die deutsche Norm von 02:30:00 aus.

Der Marathon selbst zeigte sich so, wie man es von einem guten Stadt-Marathon erwartet: Breite, lange Straßen, eine attraktive und angenehme Streckenführung, viele Verpflegungspunkte, und ein internationales Flair am Streckenrand, wie man es in Deutschland nicht häufig erlebt: Die in Düsseldorf starke japanische Gemeinde stand geschlossen am Streckenrand und unterstützte nicht nur ihre zahlreichen Landsmänner und -frauen lautstark.

Neben der obligatorischen Handbiker-/ und Rollstuhlwertung, bot die Organisation sogar eine Einradwertung an. Was ich erst als Marketing-Gag erachtete, war aber purer Ernst: Knapp sechzig Pedalisten bestritten tatsächlich die volle Distanz auf einem Einrad, die Spitze höchst ambitioniert mit Spezialmodellen, das hintere Feld auf konventionellen Modellen. Einen Marathon einfach nur zu Laufen kann schließlich jeder.

Fazit: Nach 03:08:33 Std. erreichte ich schließlich das Ziel am Rheinufer – und das hochzufrieden. Die Organisation ist rund um gut, der Köln-Marathon behält aber aufgrund der besseren Stimmung an der Strecke und der unschlagbaren Zielverpflegung die Nase vorne.”

Laufreise zum Spreewaldmarathon vom 20.-23.April 2012

Ein Laufbericht von Anne Kruse

“Nach den guten Erfahrungen im vorigen Jahr in Leipzig (nette Leute, gute Stimmung, perfekte Organisation) haben Renate, Ute und ich beschlossen auch dieses Jahr wieder mit dem Laufverein
TV Witzhelden nach Cottbus zu fahren, um den Halbmarathon im Spreewald zu laufen.
Am Sonntagmorgen um 10.30 Uhr liefen wir los. Kreuz und quer durch den Spreewald – Natur pur. Entlang der Kanäle, über kleine Brücken – beides durften wir am Tag vorher bei einer Kanufahrt bereits kennen lernen, nur viel langsamer, fast meditativ. Wir erreichten alle gut das Ziel und erhielten als Belohnung eine Gurkenmedaille. So war es nicht verwunderlich, dass wir uns mit Gurken aller Art und Bier anschließend stärken konnten.
Auch an diesem Wochenende hielt sich das Wetter nicht an die schlechten Prognosen. Es war immer wieder sonnig arm. Das Rahmenprogramm sorgte dafür, dass es nicht langweilig wurde.

Auf der Hinfahrt vergnügten wir uns im Schloßpark in Wolfsburg, die Stadt Cottbus, wo wir im Hotel Lindner wohnten, war sehenswert und bot mit ihrer kleinen Innenstadt nette Restaurants und kleine Geschäfte und die Rückfahrt wurde verkürzt durch einen Zwischenstop am Steinhuder Meer.
Wir haben es nicht bereut mit zu fahren, unsere Erfahrungen aus dem letzen Jahr wiederholten sich und wir sind gespannt, was Magret und Reinhold Knigge vom Laufverein Witzhelden für das kommende Jahr planen.
Anne Kruse
Laufergebnisse (ohne Gewähr):

Renate Bosbach-Eisele 2:21:14 Std.
Ute Schaaf 2:12:04 Std.
Anne Kruse 2:11:13 Std.”

Verspekuliert

Ein Laufbericht von Michael Mannheim

“Kühl und windig war es am Sonntag, dem 15.04.2012 , als es in Porz-Zündorf zum Start über 10 Km und den HM ging.
Das war schon taktisch richtig, dass Walter und ich die HM-Distanz liefen, um uns den Klaus von Harlessem vom Hals zu halten, der uns in unserer Altersklasse immer zu schaffen macht. Er startet nämlich lieber über 10 Km.
Als dann auch noch Bernd Birkenfeld über 10 Km dabei war, schien unsere Taktik aufzugehen.
Bernd wurde mit 10 Sekunden vor Klaus erster der Altersklasse, und wir zwei?
Da hatte sich doch einer 2 Minuten vor uns ins Ziel geschlichen. Wenn Walter gesundheitlich nicht angeschlagen gewesen wäre, hätte er den ersten Platz gemacht. So war es leider nur der zweite Platz für Walter und für mich, der immer hinter Walter ins Ziel kommt, der dritte Platz drin.
Pia hatte den 5. Platz in ihrer Altersklasse erreicht.
Interessant waren allerdings die Begleitumstände des Laufs:
Alle Vereinsmitglieder des GSV -Porz hatten auf ihren Jacken das GSV überklebt. War war der Grund?
Helmut Urbach berichtete, dass kurz vor dem Lauftermin ein neuer Vereinsvorsitzender gewählt worden sei und man sich nicht über die Verteilung der Einnahmen u.a. auch aus diesem Lauf habe einigen können. Daher wird sich die gesamte Laufabteilung aus dem GSV ausgliedern.
Hier die Ergebnisse im Einzelnen:

2 (106) 74. Becker, Walter 1944 1:52:40
3 (1201) 75. Mannheim, Michael 1946 1:52:40
1 (115) 71. Birkenfeld, Bernhard 1946 0:46:41
177 (1457) 5. W50 Rupp, Pia 1961 1:08:28″

38. Osterlauf durch das Eifgental

Thomas Boelter, aktiver Läufer der LLG 80, berichtet von einem überaus attraktiven Lauf:

“Beim letzten Trainingslauf vor Ostern konnte ich noch zwei Laufkameraden für den 38. Osterlauf durch das Eifgental begeistern. Die Teilnehmerzahl war eigentlich auf 110 Personen begrenzt. Zum Anmeldeschluss am 03.04.2012 waren aber 124 Starter gemeldet – einige ließen sich dann bringen oder kamen gar nicht. Unter den Startern auch Heinrich, Roland und ich. Los ging es am Sportheim des Dünnwalder TV mit dem Bus pünktlich um 9:00 Uhr in Laufkleidung. Die Sporttaschen blieben in Dünnwald. In Wermelskirchen wurden wir in fünf Tempogruppen mit ortskundigen Vorläufern eingeteilt (5 – 7 Min./km). Bei diesem Freundschafts- und Trainingslauf auf sehr anspruchsvoller Strecke waren Schuhe mit griffigem Profil angebracht. Doch Roland hat gezeigt, dass es auch mit Füßlingen geht. Dafür hat er es in der 6er-Gruppe für seine Möglichkeiten gemütlich angehen lassen. Ich selbst war freudig überrascht, dass ich bei den 5:30ern mithalten konnte. Ein Wechsel zu der nachfolgenden Gruppe wäre möglich gewesen – allerdings mit längerer Wartezeit von im Ziel zuletzt 30 Minuten.
Es ging über den Residenzweg des Sauerländischen Gebirgsvereins (Raute). Streckenverpflegung und kleine Pausen gab es bei Kilometer 10, 18 und 24.
Durch das idyllische Eifgental gelangten wir zum Altenberger Dom – vorbei an Neuer Mühle, Rausmühle und ehemaliger Markusmühle.
Die einzelnen Laufgruppen kamen zwischen 12 und 13:30 Uhr an.
Mit oder ohne heiße Dusche gab es anschließend ein „Läuferbuffet“ an der Grillhütte mit Salaten, Gulaschsuppe, Kaffee, Kuchen und Kölsch. Da waren auch weitere Gäste willkommen. Ein entsprechendes „All-Inclusive“ Bändchen gab es für 6 Euro für Kinder bis 12 Jahre sogar kostenlos. So konnten auch Freude und Familienangehörige gemeinsam mit ihren Läufern den Sonnenschein genießen.

Einzelstimmen:
„Ich war überrascht, dass ich nach der bisher längsten von mir je gelaufenen Strecke, dass Gefühl hatte ‘ich könnte jetzt einfach noch ein paar Kilometer weiterlaufen’. Wahrscheinlich lag dies an der Mischung verschiedenen Faktoren: die Abwechslung der Stecke auch in der Laufgeschwindigkeit, die ‘Geh-Pausen’ im unwegsameren Gelände, das zum Laufen optimale Wetter, die Tatsache, dass man nicht ‘gegen die Uhr läuft’ … Auf jeden Fall hat’s Spaß gemacht und die Hoffnung geschürt, auch beim geplanten ersten Marathonlauf mit einem Lächeln über die Ziellinie zu laufen.”
„Am besten gefiel mir das Miteinander – sowohl beim Lauf als auch beim Essen hinterher.“
„Das war ein sehr schöner, kurzweiliger abwechslungsreicher Landschaftslauf. Nächstes Jahr bin ich bestimmt wieder dabei.“
„Die zweite Etappe über mehr als 27 verschiedene Nudelsalate bei der Zielverpflegung mindestens so anspruchsvoll war, wie der Lauf selbst.“
„Optimal vorbereitet geht es jetzt zum Düsseldorf-Marathon.“