Ein wirklicher Insiderbericht …

Manfred Schoss berichtet -jahrgangsübergreifend- über seine Erlebnisse, Erfahrungen und Erfolge bei außergewöhnlichen Läufen.

“Samstag, 04. Februar 2012

Der Leichtathletik Verband Nordrhein (LVN) hatte die Kreiscrossmeisterschaft für Köln, wer weiß auch welchen Gründen auch immer, an den LVN Kreis Düsseldorf/Neuss vergeben. Der ausrichtende Verein war die SG Neukirchen-Hülchrath.

Also starteten die Kölner Crossläuferinnen und –läufer für ihre Kreismeisterschaft in der Nähe von Grevenbroich. Der Lauf war als Volkscross über 5100 Metern ausgeschrieben, daher starteten in dem Lauf, viele Läufer(innen) aus verschiedenen Kreisen und Städten.

Unter den Starterinnen und Startern auch ich, Manfred Schoss, Altersklasse, Männer 70.

Nach Beendigung des Laufes, schaue ich mir die ausgehangene Ergebnisliste an und sehe, ich bin in meiner Altersklasse auf Platz 2. Das war es wohl mit der Kreismeisterschaft, die ich auch gerne einmal gewonnen hätte!

Bei der Altersklassen Siegerehrung stand ich auf der Nummer 2. Händeschütteln und Abgang.

„Wo wollen Sie hin, Herr Schoss? Bleiben Sie bitte hier, es folgt noch die Siegerehrung des Kreismeisters, Kreis Köln!“

„Kreismeister M 70, Kreis Köln, Manfred Schoss, LLG80 Nordpark Köln!!“

Jetzt wurde mir erst bewusst, der Sieger der M70 kam aus Mülheim an der Ruhr und konnte somit nicht in der Kreis Köln Wertung berücksichtigt werden.

Ich hatte mir meinen Traum, wenn auch mit Glück und Zufall, erfüllt: Ich war Kreiscrossmeister!!!

Ein Jahr später

Samstag, 02. Februar 2013

Energie Cross Neukirchen/Cross Team Challenge/Finale des deutschen Crosscups 2012/2013.

Teilnehmer international- aus der Schweiz, Spanien, Niederlanden, Marokko und Deutschland und ich wieder dabei. Erinnerungen vom letzten Jahr kamen auf, aber diesmal war es keine Meisterschaft für mich, sondern nur ein Crosslauf über 5100 Meter.

Das Wetter hatte alles getan um den Crosslauf für die Zuschauer zum Erlebnis werden zu lassen. Erst der Wintereinbruch mit Schnee und Eis und seit Tagen Regen und Plustemperaturen.

Meine Laufschuhe hatte ich schon zu Hause auf 15 mm lange Nägel gewechselt.

Der Cross der Asse war ja schon gelaufen und 10 weitere Läufe auch.
Wir waren der 12. Lauf.
Die Laufstrecke war eine einzige durchwühlte Matschfläche.

Ich hatte mir die Laufstrecke vorher im Internet angeschaut, der Veranstalter hatte die Strecke von einem Läufer mit einer Kamera ablaufen lassen, sodass ich jeden Hügel und jedes Strohballenhindernis erkennen konnte(www.sgnh-la.de), der mir in den Weg kam.

15.55 Uhr war Start.

Wir rannten los.

Zuerst liefen wir parallel zum Sportplatz, dann kam der erste Anstieg… Beim Abstieg lag der erste bereits neben mir, ich konnte ihm gerade noch ausweichen. So ging noch es einigen, die ohne Spikes liefen, Rutschpartie im Matsch.

An den Strohballen wurden wir zu Hürdenläufern, teilweise versanken unsere Laufschuhe hinter dem Hindernis bis an die Knöchel im Matsch.
Und dann noch die Gemeinheit –Anstieg und oben ein Strohballen- und danach wieder abwärts.

Ich versuchte, die aufgeweichte matschige Erde zu umgehen, indem ich die letzten Reste der ehemaligen Wiese, ziemlich nahe an der Bahnbegrenzung, zum Laufen benutzte.

Aber auch ich litt bei dem Untergrund an Gleichgewichtsstörungen und benutze mehrmals meine Arme um nicht auf die Nase zu fliegen.

In der zweiten Runde stecken hier und dort die ersten Schuhe im Matsch und am Ende der 2. Runde fehlten bereits einige Läuferinnen und Läufer.

Und dann kam die dritte und letzte Runde, ich überholte sogar noch einen.

Der Streckenposten rief mir zu: „Nur noch 400 Meter bis zum Ziel!“ Davor lagen aber noch Strohballen und Hügel und viel Matsch.

Knapp unter 30 Minuten war auch die Schlammschlacht für mich vorbei. Ich war im Ziel.

Von oben bis unten mit Matsch bespritzt, Matsch auf der Brille und in den Haaren, aber zufrieden, es geschafft zu haben.

Da ich in meiner neuen Altersklasse Männer 75 der einzige Teilnehmer war, war ich auch Altersklassen-Sieger, dazu kam noch, dass ich als ältester Teilnehmer der Veranstaltung geehrt wurde.

Der schöne matschigen Tag endete für mich zu Hause in der Badewanne.”

Wir danken Manfred für die tollen Berichte und wünschen weiterhin so gute Erfolge in der neuen Altersklasse!

… aber schön war es doch!

Michael Mannheim schreibt folgenden Laufbericht:

“Nässe von oben, Wind von vorne und Matsch von unten-
so waren die äußeren Bedingungen beim ersten Lauf des Monats in diesem Jahr in Porz. Schnelle Zeiten waren da nicht zu laufen, auch wenn der Weg an der Straße schneefrei war. Also bibberten wir ( Svenja Gabriel, Wendel, Manfred, Uwe und ich; Peter war schon um 11.00Uhr zur 5 km Distanz gestartet) uns warm bis zum Start und dann ging’s los. Da der Untergrund mit Schneematsch bedeckt und Gott sei Dank stumpf war, gab es keine Ausrutscher.
Die Zeiten hielten sich im Rahmen des bei diesen widrigen Umständen Erwartbaren:
Peter Altenberg: 24:38 Min., 2.AK
Uwe Döring: 49:14 Min. in der Ergebnisliste als Uwe Däring geführt in der Metusalem AK 85
Wendel Mispelkamp: 50:08 Min., 2.AK
Manfred Schoss: 54:07 Min., 1.AK
Michael Mannheim: 54:31 Min., 2.AK
Svenja Gabriel: 60:35 Min., 1.AK; das war ihr erster Wettkampf überhaupt und gleich 1. in ihrer AK; beim nächsten Lauf wird die 1 Stundengrenze sicher geknackt!
Außer dass Uwe in der verkehrten Altersklasse verbucht war ( das war bestimmt ein Zahlendreher), gab es noch weitere Nachlässigkeiten bei der Organisation:
Manfred und ich sind ohne Verein aufgeführt, obwohl wir diesen auf dem Nachmeldezettel vermerkt hatten. (Ich hatte die Nachmeldezettel von Svenja, Manfred und mir extra daraufhin kontrolliert.), die Nachmeldegebühr betrug nicht, wie ausgeschrieben 2,-€, sondern nur 1,- €, Wendel war, obwohl er nicht im Voraus bezahlt hatte, als Vorangemeldeter geführt, der nur den normalen Betrag zahlen müsste.
Aber schön war es doch, besonders als wir – allen Widrigkeiten zum Trotz – heil im Ziel angekommen waren.”

Winterlaufserie Bockenberg, eine echte Herausforderung!

Ein Bericht von Bernd Birkenfeld zum dritten und letzten Serienlauf

“Am 19.01.2013 wurde der 3.Lauf mit einer Distanz von 11,7 km durchgeführt.
Der Start war um 14.10 Uhr.

Bei den vorherigen Läufen hatte ich an den starken Steigungen Schwierigkeiten und
musste 2 mal gehen. Trotzdem war ich erster in meiner Altersklasse mit einem Vorsprung von ca. 7 Minuten. Deswegen konnte ich den 3. Lauf kontrollierter angehen. Das war auch nötig bei – 3 Grad und viel Schnee.
Nachdem wir um 14.10 Uhr gestartet waren und das Stadion verlassen hatten,
ging es auf die Strecke. Nach 200 Meter kam die erste Herausforderung in Form
einer 20 Meter langen Eisfläche. Ich rutschte heftig und konnte mich noch soeben
auf den Beinen halten. Einige Läufer, die neben mir liefen, haben mir sehr gute
Haltungsnoten gegeben. Die B-Note (künstlerischer Ausdruck) sei eine glatte 5,9.
Nach diesem Schreck lief es dann bestens.
Mit einer Zeit von 56.32 Minuten lief ich ins Ziel.

Das war der Sieg in der Altersklasse mit einer Gesamtzeit von 2.21.51 Std.
Die Siegerehrung im Vereinsheim des Klubs war familiär und wie immer sehr schön.”

Das Geheimnis des schnellen Laufens?

Ein Bericht von Heijo Fetten zum Silvesterlauf 2012

368 Finalisten zählte der Traditionslauf des TuS Köln rrh. und mit dabei waren nicht weniger als 24 Aktive der LLG 80 sowie etliche mitgereiste Fans aus den eigenen Reihen!

Der zweite Lauf mit über 45 Minuten Zielzeit wurde von uns LLG´lern mit den leuchtend blauen Apfelshirts dominiert. Aber nicht nur das äußere Erscheinungsbild war hervorragend, sondern auch wieder die guten Ergebnisse, besonders in den Altersklassen. Zudem war es für drei Läufer die erste Gelegenheit zur Teilnahme nach langer Zeit der Krankheit- was nicht nur die Betroffenen freute.

Dass sich unsere Läuferinnen und Läufer derart beeilten um das Ziel schnell zu erreichen, hatte natürlich einen sehr guten Grund: Gisela und Winfried Bulla und Bernd Birkenfeld ließen es auch diesmal nicht nehmen, alle anwesenden Vereinsmitglieder am Jahresende zu einem Glas Sekt einzuladen um auf die harmonische Stimmung innerhalb der LLG 80 und auf die guten Leistungen im vergangenen Jahr anzustoßen! Herzlichen Dank auch dafür!

So konnten wir das Jahr 2012 zufrieden verabschieden und freuen uns auf die sportlichen Herausforderungen des Jahres 2013!

Die Ergebnisse
21. WHK Susanne Biesenbach 1:00:01 Std
6. W 35 Svenja Homann 53:39 Min.
7. W 50 Anne Kruse 1:00:01 Std.
1. W 55 B. Rennung (Gast) 49:06 Min.
2. W 55 Rosi Fetten 1:00:00 Std.
3. W 55 Monika Gompert 1:01:50 Std.
2. W 60 Gisela Batzen 1:00:17 Std.

9. MHK Thorsten Offer 39:17 Min.
18. M 35 Olaf Würtz 46:09 Min.
2. M 45 Matthias Leffers 37:13 Min.
27. M 45 Michael Kruse 46:10 Min.
36. M 45 Peter Altenberg 49:00 Min.
9. M 50 Jürgen Cremer 44:29 Min.
17. M 50 Uwe Döring 49:07 Min.
23. M 50 Bernd Weyer 50:51 Min.
8. M 55 Rudolf Houben 47:32 Min.
26. M 55 Wilfried Offer 1:01:30 Std.
3. M 60 Heijo Fetten 45:07 Min.
4. M 60 Wendel Mispelkamp 48:19 Min.
1. M 65 Bernd Birkenfeld 44:42 Min.
3. M 65 Walter Becker 49:57 Min.
4. M 65 Michael Mannheim 51:37 Min.
1. M 70 Manfred Schoss 51:51 Min.
4. M 70 Winfried Bulla 1:01:50 Std.

Ei, ei, Eikamp im Dezember 2012

Manfed Schoos, unser bester Altersklassenläufer in der AK 70, ein begeisterter Landschaftsläufer, schreibt zu seinem Lauferlebnis.

“Das ist der Lauf, auf den ich mich schon Wochen vorher freue!

Rund um Eikamp. Bergauf, bergab durch das Bergische Land.

Schon die Anfahrt mit dem Auto ist ein Genuss. In Moitzfeld runter von der Autobahn, und dann ab in Richtung Norden nach Eikamp.

Die Wegbeschreibung des TV Eikamps ist nicht zum Verfahren geeignet. Die Straße ist kurvenreich und immer aufwärts. 2011 links und rechts der Straße Schneeberge, dies Jahr ist alles grün. Wie mag die Laufstrecke aussehen? Wasserpfützen und jede Menge Matsch?

Die Turnhalle hinter der Grundschule in Eikamp ist gerammelt voll, es scheinen sich sämtliche Einwohnen des Ortes mit Ihren Kindern hier versammelt zu haben. Für die Versorgung der Leute ist bestens gesorgt! Es gibt Kaffee, Cola, Limo, Kuchen, Bergische Waffeln mit und ohne Sahne und Siedewürstchen. Was verlangt ein Sportlerherz nach dem Lauf mehr!

Nachdem der 1000 Meter Kinderlauf aufgerufen wurde, ist die Halle fast leer. Die restlichen ca. 80 Läuferinnen und Läufer mit ihren Betreuern sind die, die für den Hauptlauf gemeldet haben.

„Liebe Läuferinnen und Läufer, wir haben den Streckenlauf etwas verändert, er ist verkürzt worden, dafür entfällt die Einführungsrunde, stattdessen geht es diesmal am Hochseilgarten vorbei“, so die Ansage.

Die Temperatur war angenehme 9 Grad.

Schon der Start beginnt an einer leichten Steigung. Dann ging es Richtung Berscheid und weiter geradeaus, bergab am Hochseilgarten vorbei und dann steil bergauf. Wer seine Kräfte schlecht eingeteilt hatte, lief den Anstieg nicht hoch, sondern wurde zum Walker.

Zwischen Kilometer 5 und 6 war die Strecke zwar leicht wellig und es ging danach über fast 40 Meter bergab, aber immer noch besser, als bergauf zu keuchen. Und dann kam der nächste Anstieg, wer vom den Freizeitläufern bis jetzt noch nicht ge-gangen war – ging jetzt.
Das Ziel war in Sicht aber die Steigung nahm kein Ende. Dann war auch ich im Ziel!

Die Laufzeit war miserabel, aber immer noch 3 Sekunden schneller als im Vorjahr.

Dafür wurde ich dann auch noch als ältester Teilnehmer der Laufveranstaltung besonders geehrt.

Nächstes Jahr komme ich wieder -Eikamp und bin hoffentlich schneller!”

Anmerkung von Heijo Fetten: Wir freuen uns mit Manfred über seine tollen Erfolge, die sich auch im psd-Laufcup 2012 reflektieren.
Konkurrenten aufgepasst- ab 2013 startet Manfred in der AK 75!

Der unterirdische Marathon!

Rudolf Houben berichtet über einen ganz ausgefallenen Marathon

Der Untertage-Marathon in Sondershausen (Thüringen)
findet seit 2002 auf 700 m Tiefe im Brügman-Schacht des Erlebnisbergwerks Glückauf statt. Es ist die älteste noch befahrenen Kaligrube der Welt, in der aktuell wieder verstärkt überwiegend Steinsalz für den Winterdienst abgebaut wird. Auf Grund von Versatzarbeiten im Gebiet, das in den Vorjahren belaufen wurde, musste der Lauf in diesem Jahr auf einer kürzeren Ausweichstrecke stattfinden. Der Rundkurs war ca. 3,5 km lang und wies stark profilierte 90 Höhenmeter auf. Für die Marathondistanz war die Runde 12-mal plus einer 500 Meter Startrunde zu durchlaufen. Die Temperaturen liegen zwischen 22 und 30 °C (abhängig von Höhe und Frischluftzufuhr des jeweiligen Streckenabschnitts). Die Luftfeuchtigkeit sinkt teilweise deutlich unter 30 %. Der Veranstalter informierte im Vorfeld, dass den Läufern aufgrund diese „Rahmenbedingungen“eine hohe physische und psychische Leistung abverlangt wird, der sich nur sehr gut trainierte Läufer der Herausforderung stellen sollten. Alle Teilnehmer sind verpflichtet, Helme zu tragen und mit einer Lampe zu laufen. Die manchmal schummrige Beleuchtung gestattete es auf Teilen der Strecke den Boden nicht immer gut zu sehen. Der Untergrund ist uneben, glatt und salzstaubig, was sich wie auf Schnee laufen anfühlt.
Da Matthes und ich es bei unserem 1. Start im letzten Jahr dort so toll gefunden hatten, stand der Entschluss schon im Januar wieder fest, uns eine 2. Auflage diesem Jahr zu gönnen. Auch das Quartier vom Vorjahr wurde wieder gebucht, ein zu Fremdenzimmern umgebautes Schullandheim. Da wir wussten, was uns am nächsten Morgen erwartete, gab es was Deftiges zum Abendessen, wozu ein paar Bierchen prima harmonierten.

Das Abholen der Startunterlagen und die Abfahrt klappten recht zügig, wir wussten ja wo’s langging. Unten angekommen haben wir uns erst mal ein gemütliches Plätzchen zum Aufenthalt und Umziehen in Nähe der Kegelbahn gesucht. Die Atmosphäre vor dem Start war bei fast allen Teilnehmern recht locker gepaart mit der üblichen StartNervösität. Meine Ambition war: Zeit egal, konservativ anlaufen und keinen einzigen Meter gehen. Pünktlich um 10 h erfolgte dann der Startschuss. Die 1. Hälfte der Runde lief sich recht locker. Nach der Halbzeitverpflegungsstelle war das Profil durchaus als giftig zu bezeichnen, besonders die steilen bergab Passagen der lange Anstieg zum Ende der Runde. Ab der 6. Runde waren die meisten beim Schlussanstieg nicht mehr Läufer sondern nur noch Walker. Dort war ich laufend zwar auch nicht viel schneller, aber habe dem Gedanken Gleiches tun nicht nachgegeben und mich durchgebissen. Meine Rundenzeiten ¨C sichtbar auf einem großen Monitor vor Einlauf in die nächste Runde – wurden ab der 5 Runde etwas langsamer, blieben aber konstant. In der letzten Runde bin ich dann den Schlussanstieg, weil nix mehr passieren konnte außer im Ziel schlapp zu machen, wieder flott hochgekachelt. Im Ziel angekommen gab es nach gefühlten 10 Sekunden vom perfekt organisierten Orgateam einen „Kassenzettel“ mit Endzeit, allen Rundenzeiten und der AK. Platzierung!!! Die Urkunde gab’s dann nach einer weiteren Minute. Wie im letzten Jahr sprang wieder der 3. in der AK raus (aber ne halbe Stunde schneller), so dass wir noch zur Siegerehrung bleiben mussten ;-) ))

Wie’s anfing so endete es auch: Auf der Heimreise gab es wieder unsere obligatorische NachMarathonBelohnung in Form einer MagenDehnÜbung bei Burger King.
Last but not least: Als späten Preis, auf den ich gern verzichtet hätte, erhielt ich am übernächsten Tag noch einen ordentlichen 3TageMuskelkater.

Rudolf

Bilder unter:

http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/sport/detail/-/specific/11-Untertage-Sparkassen-Marathon-in-Sondershausen-639348911

So müssen Ergebnislisten aussehen!

Ein Bericht von Michael Mannheim über Selbsterfahrung und Erfolge in der Altersklassenwertung bei einem traditionellen 10 Kilometerlauf :

1 (879) Birkenfeld, Bernd 1946 LLG 80 Nordpark Köln 0:44:03
2 (759) Becker, Walter 1944 LLG 80 Nordpark Köln 0:48:35
3 (754) Mannheim, Michael 1946 LLG 80 Nordpark Köln 0:50:12

Auf den Plätzen 1, 2 und 3 LLG-Mitglieder!
Das könnte doch Motivation für die anderen Altersklassen unseres Vereins sein.

So geschehen beim Friedenslauf am Sonntag, dem 28. Oktober.
Kalt ( 2° ) und diesig war es, als es wegen des großen Nachmeldeandrangs etwas verspätet los ging. Mir gefällt die Strecke nicht so toll, da es fast ausschließlich über Betonsteinpflaster geht.
Was an dem Ergebnis noch stört, ist die 5 vorne bei mir.
Wenn mir nicht die Schnürsenkel meines rechten Schuhs auf gegangen wären, hätte ich auch eine 4 vorne stehen gehabt.
Wie häufig habe ich die Läufer bedauert, die sich am Streckenrand ihre Schuhe neu binden mussten. Diesmal war ich es. Selber schuld, kann ich da nur sagen, denn ich hatte mir die Senkel nicht ordentlich verschnürt, was ich sonst mache.

Bernds erster Platz in der PSD- Cup Wertung ist nicht mehr zu schlagen, Walter wird mit Sicherheit zweiter und ich werde, wenn sich keiner dazwischen drängt, vielleicht wieder dritter werden.
Manfred Schoss war erster seiner Altersklasse und wird in der PSD-Cup-Wertung, wie auch im vorigen Jahr, wieder erster, wenn er noch einen Lauf gewinnt.
Weiter dabei waren Ute Schaaf, Thomas Boelter, Uwe Döring und Wendel Mispelkamp mit guten Ergebnissen.

Ein erster Versuch …

50km von Hitdorf

Eindrücke unseres jungen Lauffreundes Thorsten

Tag der Deutschen Einheit, 09:00 Uhr morgens an einem Baggersee in Hitdorf. Stephan und ich stehen an der Startlinie, nicht vollends davon überzeugt, mit den Meldungen eine weise Entscheidung getroffen zu haben. Doch alles Jammern und gegenseitiges Unterbieten im Tiefstapeln („maximal 5:15 im Schnitt“, „alles unter 04:30:00 ist Zugabe“, …) im Vorfeld half nichts. Als der Startschuss ertönte, zogen wir los und wagten unseren ersten Ultra-Versuch.

Denn alle, die einmal Ultra-Luft schnuppern wollen, sind grundsätzlich beim 50km-Lauf in Hitdorf richtig. Die zehnmal zu Laufende 5km-Runde ist überraschend abwechslungsreich, zwei Verpflegungspunkte sorgen für ideale Laufverhältnisse. Richtig langweilig wurde es entgegen meiner Befürchtung also nicht. Die Strecke führt um zwei Baggerseen sowie in der sehr ländlich geprägten Umgebung über Feld- und Wirtschaftswege.

Schnell merkten wir, dass das angepeilte Tempo (5:10 min/km) nicht eingehalten werden konnte. Im Schnitt blieben wir deutlich unter 5 Minuten, die heraus gelaufene Zeit investierten wir für längere Pausen an den Verpflegungsstationen. Entsprechend locker absolvierten wir die ersten sieben Runden mit einer angepeilten Zielzeit von 04:10:00. Sogar photographierende Zuschauer, die uns gleichsam motivierend anfeuerten („wir halten vielleicht noch eine Runde durch“), konnten uns nicht aus der Ruhe bringen. Schließlich mussten auch wir noch die ein oder andere Runde schaffen.

Ab Kilometer 37 musste ich hingegen dem Tempo und einer mitgeschleppten muskulären Geschichte Tribut zollen und ließ Stephan „Ich-bin-ja-so-untrainiert“ Mannheim ziehen. Das Rennen beendete ich entsprechend bei Kilometer 40, um kein unnötiges Risiko einzugehen. Richtig anfeuern konnte ich Stephan auf der nächsten Runde leider auch nicht mehr. Er beendete das Rennen nach 45 Kilometern, immerhin mit seinem ersten gefinishten Ultra-Lauf.

Großer Respekt hingegen gebührt all jenen, die beim aufkommenden Starkregen tatsächlich noch auf die letzte Runde eingebogen sind. Rund um zufrieden beobachteten wir sie bei einem Glas alkoholfreien Weizen im überdachten Biergarten und zweifelten, ob wir nicht doch die 50km hätten voll machen sollen. Zumindest ich.

So viele Höhenmeter wollen gemeistert werden!

Ein Kultlauf wird 40.

Matthias Leffers schreibt zu seinem großen Erfolg beim diesjährigen Rennsteiglauf.

“Zum 40. Mal wurde am 15.05.2012 um 6 Uhr morgens der Supermarathon in Eisenach gestartet. Mit einer Länge von 72,7 km durch den Thüringer Wald ist der Lauf in Eisenach der längste Ultracrosslauf Europas. Mit einer Teilnehmerrekordzahl von 2590 Läufern beim Supermarathon und insgesamt 16400 Teilnehmern (Wanderer, Halbmarathon, Marathon) begann der Lauf dieses Jahr bei kühlen 10 Grad.

Rein organisatorisch ist der Lauf gut zu meistern: man reist einen Tag vorher an (freitags), am späten Nachmittag kann man seine Unterlagen abholen und noch ein wenig Eisenach genießen. Zudem wurde von dem Veranstalter für ein angenehmes Rahmenprogramm gesorgt.

Das Hotel hatte ich im Vorfeld etwas außerhalb von Eisenach gebucht.
Der nächste Morgen begann vielversprechend: gleich zu Beginn fiel die hervorragende
Organisation, wie auch die tolle Stimmung auf. Den Kleiderbeutel konnte man ohne lange Wartezeit an einem der LKW abgeben.

Schon kurz nach dem Startschuss um 6 Uhr fiel mir auf, dass ich den Lauf mal wieder unterschätzt hatte. Auch, wenn ich an diesem Lauf in diesem Jahr schon zum dritten Mal teilnahm, hatte ich den Lauf und vor allem die Höhenmeter doch nicht so anstrengend in Erinnerung. Im Nachhinein würde ich, wenn ich an diesem Lauf noch einmal teilnehmen sollte, wahrscheinlich wenigstens einige Trainingsläufe im Siebengebirge einplanen, denn 2500 Höhenmeter sind nicht zu unterschätzen.
Unterwegs fanden sich alle 5 km Verpflegungsstände mit sehr freundlichen Helfern. Die hervorragende Ausschilderung führte jeden Läufer sicher ins Ziel.

Mit einer Zeit von 6:16 Stunden kam ich im Ziel in Schmiedefeld an und belegte damit den 43.Gesamtplatz. Insgesamt kamen 2101 Läufer ins Ziel, wobei der schnellste Läufer eine Zeit von 5:10 Stunden erlief.

Auch im Ziel angekommen hörte die gute Organisation nicht auf. Es waren ausreichend Duschen vorhanden, seinen Kleiderbeutel hatte man schnell gefunden. Nach dem Duschen ging ich den (nach 72,7 km) doch sehr beschwerlichen Weg hinunter zu den Bussen, die die Läufer innerhalb von 1,5 Stunden zurück nach Eisenach brachten.

Fazit: Wer die Herausforderung sucht, sollte an diesem wunderschönen Naturlauf unbedingt mal teilgenommen haben.”

100 km Ultralauf Biel 2012

Ein Erfahrungsbericht zu einer besonderen laufsportlichen Herasusforderung von unserem Mitglied Matthias Leffers.

„Irgendwann musst du nach Biel!“ So hat schon Werner Sonntag sein Buch über den größten und ältesten 100 km Ultralauf der Welt betitelt.

Aber bevor es nach Biel geht, steht erst einmal eine monatelange Vorbereitung an. In der Woche lief ich mindestens 100 km, um den Lauf vernünftig meistern zu können. „Vernünftig“ hieß für mich, dass ich unter 9 Stunden ins Ziel komme. Aber da wusste ich noch nicht, auf was ich mich einlasse.

Der organisatorische Aufwand war natürlich deutlich höher als bei anderen Läufen. Da der Lauf in der Schweiz stattfindet, muss man mehrere Stunden Fahrt auf sich nehmen. Von anderen Läufern (Rudolf Houben) erfuhr ich frühzeitig, dass ich am besten schon Donnerstags anreise, weil man Freitags ausruhen sollte. Denn, was vielleicht auch noch erwähnenswert ist, der Lauf findet nachts statt.

Erst um 22 Uhr fällt der Startschuss, und wer auf der Strecke nicht einschlafen will, sollte tagsüber wenigstens einige Stunden geschlafen haben.Und dass man die ganze Nacht durchlaufen muss, ist die zweite Herausforderung, die neben der Länge des Laufes nicht zu unterschätzen ist. Hinzu kam die Gewissheit, dass ich noch nie an einem so langen Lauf teilgenommen habe.

Auf dem Weg machen einem vor allem die Höhenmeter zu schaffen. Die zahlreichen
Verpflegungsstände sorgten da aber für etwas Erfrischung, und auch die Stimmung in den Dörfern, durch die wir liefern, trug wesentlich zu unserer Aufmunterung auf dem langen Weg bei.

Schon im Vorfeld wurde mir gesagt, ich solle eine Kopfleuchte mitnehmen, die ich zwar die meiste Zeit nicht brauchen würde, aber gelegentlich eben doch. Vor allem am sogenannten Ho-Chi-Minh-Pfad ist man sehr dankbar für etwas Licht. Denn dieser sehr unebene Pfad erstreckt sich über 10 km und ist stellenweise so schmal, dass man, selbst wenn man wollte, keinen anderen Läufer überholen könnte.
Doch nicht nur durch Dörfer und über schmale Pfade führt einen der Lauf, sondern auch durch Wälder, über Felder und an Weiden vorbei.

Morgens um 5 Uhr ging die Sonne wieder auf. Mittlerweile war ich bei Kilometer 80 angelangt, und lief dem Ziel entgegen. Die letzten 15 Kilometer führten schließlich an einem Kanal vorbei durch einige Dörfer, die noch einmal sehr nett anzusehen waren. Die letzten zwei Kilometer läuft man dann wieder durch Biel, dem Ziel entgegen. Dort erwartete mich dann meine jüngste Tochter Carina, die mir bei einer Zeit von 8 Stunden und 52 Minuten zujubelte, was ich aber kaum noch wahrnahm. Was ich allerdings schnell realisierte, war, dass ich meine vorgenommene Zeit einhalten konnte und damit den 31. Platz in der Gesamtwertung, und den 7. Platz in meiner Altersgruppe belegte. Der schnellste Läufer lief mit 7 Stunden und 4 Minuten allerdings schon einige Zeit vor mir ins Ziel.

Zur Organisation des Laufs bleibt zu sagen, dass man mit Wohnmobil, Wohnwagen, oder Zelt kein Problem hat am Bieler See unterzukommen, wo auch Duschen und WC vorhanden sind. Von dort aus ist man binnen 10 Minuten zu Fuß im Start- bzw. Zielbereich. Dort bekommt man in der Kongresshalle seine Startunterlagen. Nahe dem Ziel finden sich schließlich die Duschen für die Läufer, und ein Massageangebot für die Läufer, das auch ich genutzt habe.

Gut zu wissen ist aber auch, dass die Schweiz sehr teuer ist. Ein normales Brötchen kostet hier fast einen Euro, und ein 0,3-Bier 6,50 Euro.

Schließlich kann man also sagen: Werner Sonntag hatte Recht, als er sagte: „Irgendwann musst du nach Biel!“ Man sollte sich zwar auf ein lange und anstrengendes Training einstellen, aber wer gut vorbereitet ist und das Abenteuer liebt, der ist hier sicher nicht verkehrt!

Wir gratulieren Matthias zu diesem gelungenen Ultra, und wünschen gute Erholung!