Ei, ei, Eikamp im Dezember 2012

Manfed Schoos, unser bester Altersklassenläufer in der AK 70, ein begeisterter Landschaftsläufer, schreibt zu seinem Lauferlebnis.

“Das ist der Lauf, auf den ich mich schon Wochen vorher freue!

Rund um Eikamp. Bergauf, bergab durch das Bergische Land.

Schon die Anfahrt mit dem Auto ist ein Genuss. In Moitzfeld runter von der Autobahn, und dann ab in Richtung Norden nach Eikamp.

Die Wegbeschreibung des TV Eikamps ist nicht zum Verfahren geeignet. Die Straße ist kurvenreich und immer aufwärts. 2011 links und rechts der Straße Schneeberge, dies Jahr ist alles grün. Wie mag die Laufstrecke aussehen? Wasserpfützen und jede Menge Matsch?

Die Turnhalle hinter der Grundschule in Eikamp ist gerammelt voll, es scheinen sich sämtliche Einwohnen des Ortes mit Ihren Kindern hier versammelt zu haben. Für die Versorgung der Leute ist bestens gesorgt! Es gibt Kaffee, Cola, Limo, Kuchen, Bergische Waffeln mit und ohne Sahne und Siedewürstchen. Was verlangt ein Sportlerherz nach dem Lauf mehr!

Nachdem der 1000 Meter Kinderlauf aufgerufen wurde, ist die Halle fast leer. Die restlichen ca. 80 Läuferinnen und Läufer mit ihren Betreuern sind die, die für den Hauptlauf gemeldet haben.

„Liebe Läuferinnen und Läufer, wir haben den Streckenlauf etwas verändert, er ist verkürzt worden, dafür entfällt die Einführungsrunde, stattdessen geht es diesmal am Hochseilgarten vorbei“, so die Ansage.

Die Temperatur war angenehme 9 Grad.

Schon der Start beginnt an einer leichten Steigung. Dann ging es Richtung Berscheid und weiter geradeaus, bergab am Hochseilgarten vorbei und dann steil bergauf. Wer seine Kräfte schlecht eingeteilt hatte, lief den Anstieg nicht hoch, sondern wurde zum Walker.

Zwischen Kilometer 5 und 6 war die Strecke zwar leicht wellig und es ging danach über fast 40 Meter bergab, aber immer noch besser, als bergauf zu keuchen. Und dann kam der nächste Anstieg, wer vom den Freizeitläufern bis jetzt noch nicht ge-gangen war – ging jetzt.
Das Ziel war in Sicht aber die Steigung nahm kein Ende. Dann war auch ich im Ziel!

Die Laufzeit war miserabel, aber immer noch 3 Sekunden schneller als im Vorjahr.

Dafür wurde ich dann auch noch als ältester Teilnehmer der Laufveranstaltung besonders geehrt.

Nächstes Jahr komme ich wieder -Eikamp und bin hoffentlich schneller!”

Anmerkung von Heijo Fetten: Wir freuen uns mit Manfred über seine tollen Erfolge, die sich auch im psd-Laufcup 2012 reflektieren.
Konkurrenten aufgepasst- ab 2013 startet Manfred in der AK 75!

Der unterirdische Marathon!

Rudolf Houben berichtet über einen ganz ausgefallenen Marathon

Der Untertage-Marathon in Sondershausen (Thüringen)
findet seit 2002 auf 700 m Tiefe im Brügman-Schacht des Erlebnisbergwerks Glückauf statt. Es ist die älteste noch befahrenen Kaligrube der Welt, in der aktuell wieder verstärkt überwiegend Steinsalz für den Winterdienst abgebaut wird. Auf Grund von Versatzarbeiten im Gebiet, das in den Vorjahren belaufen wurde, musste der Lauf in diesem Jahr auf einer kürzeren Ausweichstrecke stattfinden. Der Rundkurs war ca. 3,5 km lang und wies stark profilierte 90 Höhenmeter auf. Für die Marathondistanz war die Runde 12-mal plus einer 500 Meter Startrunde zu durchlaufen. Die Temperaturen liegen zwischen 22 und 30 °C (abhängig von Höhe und Frischluftzufuhr des jeweiligen Streckenabschnitts). Die Luftfeuchtigkeit sinkt teilweise deutlich unter 30 %. Der Veranstalter informierte im Vorfeld, dass den Läufern aufgrund diese „Rahmenbedingungen“eine hohe physische und psychische Leistung abverlangt wird, der sich nur sehr gut trainierte Läufer der Herausforderung stellen sollten. Alle Teilnehmer sind verpflichtet, Helme zu tragen und mit einer Lampe zu laufen. Die manchmal schummrige Beleuchtung gestattete es auf Teilen der Strecke den Boden nicht immer gut zu sehen. Der Untergrund ist uneben, glatt und salzstaubig, was sich wie auf Schnee laufen anfühlt.
Da Matthes und ich es bei unserem 1. Start im letzten Jahr dort so toll gefunden hatten, stand der Entschluss schon im Januar wieder fest, uns eine 2. Auflage diesem Jahr zu gönnen. Auch das Quartier vom Vorjahr wurde wieder gebucht, ein zu Fremdenzimmern umgebautes Schullandheim. Da wir wussten, was uns am nächsten Morgen erwartete, gab es was Deftiges zum Abendessen, wozu ein paar Bierchen prima harmonierten.

Das Abholen der Startunterlagen und die Abfahrt klappten recht zügig, wir wussten ja wo’s langging. Unten angekommen haben wir uns erst mal ein gemütliches Plätzchen zum Aufenthalt und Umziehen in Nähe der Kegelbahn gesucht. Die Atmosphäre vor dem Start war bei fast allen Teilnehmern recht locker gepaart mit der üblichen StartNervösität. Meine Ambition war: Zeit egal, konservativ anlaufen und keinen einzigen Meter gehen. Pünktlich um 10 h erfolgte dann der Startschuss. Die 1. Hälfte der Runde lief sich recht locker. Nach der Halbzeitverpflegungsstelle war das Profil durchaus als giftig zu bezeichnen, besonders die steilen bergab Passagen der lange Anstieg zum Ende der Runde. Ab der 6. Runde waren die meisten beim Schlussanstieg nicht mehr Läufer sondern nur noch Walker. Dort war ich laufend zwar auch nicht viel schneller, aber habe dem Gedanken Gleiches tun nicht nachgegeben und mich durchgebissen. Meine Rundenzeiten ¨C sichtbar auf einem großen Monitor vor Einlauf in die nächste Runde – wurden ab der 5 Runde etwas langsamer, blieben aber konstant. In der letzten Runde bin ich dann den Schlussanstieg, weil nix mehr passieren konnte außer im Ziel schlapp zu machen, wieder flott hochgekachelt. Im Ziel angekommen gab es nach gefühlten 10 Sekunden vom perfekt organisierten Orgateam einen „Kassenzettel“ mit Endzeit, allen Rundenzeiten und der AK. Platzierung!!! Die Urkunde gab’s dann nach einer weiteren Minute. Wie im letzten Jahr sprang wieder der 3. in der AK raus (aber ne halbe Stunde schneller), so dass wir noch zur Siegerehrung bleiben mussten ;-) ))

Wie’s anfing so endete es auch: Auf der Heimreise gab es wieder unsere obligatorische NachMarathonBelohnung in Form einer MagenDehnÜbung bei Burger King.
Last but not least: Als späten Preis, auf den ich gern verzichtet hätte, erhielt ich am übernächsten Tag noch einen ordentlichen 3TageMuskelkater.

Rudolf

Bilder unter:

http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/sport/detail/-/specific/11-Untertage-Sparkassen-Marathon-in-Sondershausen-639348911

So müssen Ergebnislisten aussehen!

Ein Bericht von Michael Mannheim über Selbsterfahrung und Erfolge in der Altersklassenwertung bei einem traditionellen 10 Kilometerlauf :

1 (879) Birkenfeld, Bernd 1946 LLG 80 Nordpark Köln 0:44:03
2 (759) Becker, Walter 1944 LLG 80 Nordpark Köln 0:48:35
3 (754) Mannheim, Michael 1946 LLG 80 Nordpark Köln 0:50:12

Auf den Plätzen 1, 2 und 3 LLG-Mitglieder!
Das könnte doch Motivation für die anderen Altersklassen unseres Vereins sein.

So geschehen beim Friedenslauf am Sonntag, dem 28. Oktober.
Kalt ( 2° ) und diesig war es, als es wegen des großen Nachmeldeandrangs etwas verspätet los ging. Mir gefällt die Strecke nicht so toll, da es fast ausschließlich über Betonsteinpflaster geht.
Was an dem Ergebnis noch stört, ist die 5 vorne bei mir.
Wenn mir nicht die Schnürsenkel meines rechten Schuhs auf gegangen wären, hätte ich auch eine 4 vorne stehen gehabt.
Wie häufig habe ich die Läufer bedauert, die sich am Streckenrand ihre Schuhe neu binden mussten. Diesmal war ich es. Selber schuld, kann ich da nur sagen, denn ich hatte mir die Senkel nicht ordentlich verschnürt, was ich sonst mache.

Bernds erster Platz in der PSD- Cup Wertung ist nicht mehr zu schlagen, Walter wird mit Sicherheit zweiter und ich werde, wenn sich keiner dazwischen drängt, vielleicht wieder dritter werden.
Manfred Schoss war erster seiner Altersklasse und wird in der PSD-Cup-Wertung, wie auch im vorigen Jahr, wieder erster, wenn er noch einen Lauf gewinnt.
Weiter dabei waren Ute Schaaf, Thomas Boelter, Uwe Döring und Wendel Mispelkamp mit guten Ergebnissen.

Ein erster Versuch …

50km von Hitdorf

Eindrücke unseres jungen Lauffreundes Thorsten

Tag der Deutschen Einheit, 09:00 Uhr morgens an einem Baggersee in Hitdorf. Stephan und ich stehen an der Startlinie, nicht vollends davon überzeugt, mit den Meldungen eine weise Entscheidung getroffen zu haben. Doch alles Jammern und gegenseitiges Unterbieten im Tiefstapeln („maximal 5:15 im Schnitt“, „alles unter 04:30:00 ist Zugabe“, …) im Vorfeld half nichts. Als der Startschuss ertönte, zogen wir los und wagten unseren ersten Ultra-Versuch.

Denn alle, die einmal Ultra-Luft schnuppern wollen, sind grundsätzlich beim 50km-Lauf in Hitdorf richtig. Die zehnmal zu Laufende 5km-Runde ist überraschend abwechslungsreich, zwei Verpflegungspunkte sorgen für ideale Laufverhältnisse. Richtig langweilig wurde es entgegen meiner Befürchtung also nicht. Die Strecke führt um zwei Baggerseen sowie in der sehr ländlich geprägten Umgebung über Feld- und Wirtschaftswege.

Schnell merkten wir, dass das angepeilte Tempo (5:10 min/km) nicht eingehalten werden konnte. Im Schnitt blieben wir deutlich unter 5 Minuten, die heraus gelaufene Zeit investierten wir für längere Pausen an den Verpflegungsstationen. Entsprechend locker absolvierten wir die ersten sieben Runden mit einer angepeilten Zielzeit von 04:10:00. Sogar photographierende Zuschauer, die uns gleichsam motivierend anfeuerten („wir halten vielleicht noch eine Runde durch“), konnten uns nicht aus der Ruhe bringen. Schließlich mussten auch wir noch die ein oder andere Runde schaffen.

Ab Kilometer 37 musste ich hingegen dem Tempo und einer mitgeschleppten muskulären Geschichte Tribut zollen und ließ Stephan „Ich-bin-ja-so-untrainiert“ Mannheim ziehen. Das Rennen beendete ich entsprechend bei Kilometer 40, um kein unnötiges Risiko einzugehen. Richtig anfeuern konnte ich Stephan auf der nächsten Runde leider auch nicht mehr. Er beendete das Rennen nach 45 Kilometern, immerhin mit seinem ersten gefinishten Ultra-Lauf.

Großer Respekt hingegen gebührt all jenen, die beim aufkommenden Starkregen tatsächlich noch auf die letzte Runde eingebogen sind. Rund um zufrieden beobachteten wir sie bei einem Glas alkoholfreien Weizen im überdachten Biergarten und zweifelten, ob wir nicht doch die 50km hätten voll machen sollen. Zumindest ich.

So viele Höhenmeter wollen gemeistert werden!

Ein Kultlauf wird 40.

Matthias Leffers schreibt zu seinem großen Erfolg beim diesjährigen Rennsteiglauf.

“Zum 40. Mal wurde am 15.05.2012 um 6 Uhr morgens der Supermarathon in Eisenach gestartet. Mit einer Länge von 72,7 km durch den Thüringer Wald ist der Lauf in Eisenach der längste Ultracrosslauf Europas. Mit einer Teilnehmerrekordzahl von 2590 Läufern beim Supermarathon und insgesamt 16400 Teilnehmern (Wanderer, Halbmarathon, Marathon) begann der Lauf dieses Jahr bei kühlen 10 Grad.

Rein organisatorisch ist der Lauf gut zu meistern: man reist einen Tag vorher an (freitags), am späten Nachmittag kann man seine Unterlagen abholen und noch ein wenig Eisenach genießen. Zudem wurde von dem Veranstalter für ein angenehmes Rahmenprogramm gesorgt.

Das Hotel hatte ich im Vorfeld etwas außerhalb von Eisenach gebucht.
Der nächste Morgen begann vielversprechend: gleich zu Beginn fiel die hervorragende
Organisation, wie auch die tolle Stimmung auf. Den Kleiderbeutel konnte man ohne lange Wartezeit an einem der LKW abgeben.

Schon kurz nach dem Startschuss um 6 Uhr fiel mir auf, dass ich den Lauf mal wieder unterschätzt hatte. Auch, wenn ich an diesem Lauf in diesem Jahr schon zum dritten Mal teilnahm, hatte ich den Lauf und vor allem die Höhenmeter doch nicht so anstrengend in Erinnerung. Im Nachhinein würde ich, wenn ich an diesem Lauf noch einmal teilnehmen sollte, wahrscheinlich wenigstens einige Trainingsläufe im Siebengebirge einplanen, denn 2500 Höhenmeter sind nicht zu unterschätzen.
Unterwegs fanden sich alle 5 km Verpflegungsstände mit sehr freundlichen Helfern. Die hervorragende Ausschilderung führte jeden Läufer sicher ins Ziel.

Mit einer Zeit von 6:16 Stunden kam ich im Ziel in Schmiedefeld an und belegte damit den 43.Gesamtplatz. Insgesamt kamen 2101 Läufer ins Ziel, wobei der schnellste Läufer eine Zeit von 5:10 Stunden erlief.

Auch im Ziel angekommen hörte die gute Organisation nicht auf. Es waren ausreichend Duschen vorhanden, seinen Kleiderbeutel hatte man schnell gefunden. Nach dem Duschen ging ich den (nach 72,7 km) doch sehr beschwerlichen Weg hinunter zu den Bussen, die die Läufer innerhalb von 1,5 Stunden zurück nach Eisenach brachten.

Fazit: Wer die Herausforderung sucht, sollte an diesem wunderschönen Naturlauf unbedingt mal teilgenommen haben.”

100 km Ultralauf Biel 2012

Ein Erfahrungsbericht zu einer besonderen laufsportlichen Herasusforderung von unserem Mitglied Matthias Leffers.

„Irgendwann musst du nach Biel!“ So hat schon Werner Sonntag sein Buch über den größten und ältesten 100 km Ultralauf der Welt betitelt.

Aber bevor es nach Biel geht, steht erst einmal eine monatelange Vorbereitung an. In der Woche lief ich mindestens 100 km, um den Lauf vernünftig meistern zu können. „Vernünftig“ hieß für mich, dass ich unter 9 Stunden ins Ziel komme. Aber da wusste ich noch nicht, auf was ich mich einlasse.

Der organisatorische Aufwand war natürlich deutlich höher als bei anderen Läufen. Da der Lauf in der Schweiz stattfindet, muss man mehrere Stunden Fahrt auf sich nehmen. Von anderen Läufern (Rudolf Houben) erfuhr ich frühzeitig, dass ich am besten schon Donnerstags anreise, weil man Freitags ausruhen sollte. Denn, was vielleicht auch noch erwähnenswert ist, der Lauf findet nachts statt.

Erst um 22 Uhr fällt der Startschuss, und wer auf der Strecke nicht einschlafen will, sollte tagsüber wenigstens einige Stunden geschlafen haben.Und dass man die ganze Nacht durchlaufen muss, ist die zweite Herausforderung, die neben der Länge des Laufes nicht zu unterschätzen ist. Hinzu kam die Gewissheit, dass ich noch nie an einem so langen Lauf teilgenommen habe.

Auf dem Weg machen einem vor allem die Höhenmeter zu schaffen. Die zahlreichen
Verpflegungsstände sorgten da aber für etwas Erfrischung, und auch die Stimmung in den Dörfern, durch die wir liefern, trug wesentlich zu unserer Aufmunterung auf dem langen Weg bei.

Schon im Vorfeld wurde mir gesagt, ich solle eine Kopfleuchte mitnehmen, die ich zwar die meiste Zeit nicht brauchen würde, aber gelegentlich eben doch. Vor allem am sogenannten Ho-Chi-Minh-Pfad ist man sehr dankbar für etwas Licht. Denn dieser sehr unebene Pfad erstreckt sich über 10 km und ist stellenweise so schmal, dass man, selbst wenn man wollte, keinen anderen Läufer überholen könnte.
Doch nicht nur durch Dörfer und über schmale Pfade führt einen der Lauf, sondern auch durch Wälder, über Felder und an Weiden vorbei.

Morgens um 5 Uhr ging die Sonne wieder auf. Mittlerweile war ich bei Kilometer 80 angelangt, und lief dem Ziel entgegen. Die letzten 15 Kilometer führten schließlich an einem Kanal vorbei durch einige Dörfer, die noch einmal sehr nett anzusehen waren. Die letzten zwei Kilometer läuft man dann wieder durch Biel, dem Ziel entgegen. Dort erwartete mich dann meine jüngste Tochter Carina, die mir bei einer Zeit von 8 Stunden und 52 Minuten zujubelte, was ich aber kaum noch wahrnahm. Was ich allerdings schnell realisierte, war, dass ich meine vorgenommene Zeit einhalten konnte und damit den 31. Platz in der Gesamtwertung, und den 7. Platz in meiner Altersgruppe belegte. Der schnellste Läufer lief mit 7 Stunden und 4 Minuten allerdings schon einige Zeit vor mir ins Ziel.

Zur Organisation des Laufs bleibt zu sagen, dass man mit Wohnmobil, Wohnwagen, oder Zelt kein Problem hat am Bieler See unterzukommen, wo auch Duschen und WC vorhanden sind. Von dort aus ist man binnen 10 Minuten zu Fuß im Start- bzw. Zielbereich. Dort bekommt man in der Kongresshalle seine Startunterlagen. Nahe dem Ziel finden sich schließlich die Duschen für die Läufer, und ein Massageangebot für die Läufer, das auch ich genutzt habe.

Gut zu wissen ist aber auch, dass die Schweiz sehr teuer ist. Ein normales Brötchen kostet hier fast einen Euro, und ein 0,3-Bier 6,50 Euro.

Schließlich kann man also sagen: Werner Sonntag hatte Recht, als er sagte: „Irgendwann musst du nach Biel!“ Man sollte sich zwar auf ein lange und anstrengendes Training einstellen, aber wer gut vorbereitet ist und das Abenteuer liebt, der ist hier sicher nicht verkehrt!

Wir gratulieren Matthias zu diesem gelungenen Ultra, und wünschen gute Erholung!

Samstag Vereinsmeister – Sonntag noch schnell einen Marathon!

Eifelmarathon in Waxweiler – immer wieder eine tolle Veranstaltung!
Ein Laufbericht von Roland Halder.

“In der Eifel gibt es meines Wissens nach drei Marathonveranstaltungen und die erste davon im Jahr ist der Eifelmarathon in Waxweiler. Alle drei sind tolle Landschaftsläufe und gehören daher seit Jahren zu meiner jährlichen to-do-Liste.

Wie vergangenes Jahr traf ich mich am 10. Juni 2012 dort mit einem Lauffreund, um gemeinsam zu laufen. Nachdem wir unsere Startnummern in der Turnhalle abgeholt hatten, tranken wir erst einmal einen leckeren Kaffee. Stress bei der Startaufstellung gibt es in Waxweiler nicht: Der Start ist direkt vor der Halle. Fünf Minuten vor 9.00 Uhr begaben wir uns dann mit ca. weiteren 350 Marathonis zum Start.
Bei schönem Wetter ging es von Waxweiler zum Stausee Bitburg. Nach einer Umrundung ging es wieder zurück nach Waxweiler. Der Großteil der Marathonstrecke geht über Waldwege und dank des sonnigen Wetters hatten wir an vielen Stellen einen genialen Ausblick. Ab und zu wurden irgendwelche idyllische Eifeldörfer durchquert, wo wir von den Anwohnern herzlich empfangen und angefeuert wurden. In den vergangenen Jahren stand immer ein älterer Mann irgendwo in einem Bushäuschen und spiele mit seinem Akkordeon munter irgendwelche Lieder. Leider war er dieses Jahr nicht da – schade!
Insgesamt hat die Marathonstrecke ca. 450 Höhenmeter. Das Tolle bei solchen kleineren Läufen ist, dass sich dort immer wieder die üblichen Verdächtigen treffen, mit denen man sich dann auf der Strecke über die weiteren Laufprojekte austauschen kann. Oft erfahre ich dabei von der einen oder anderen mir unbekannten Veranstaltung.
Wie immer eine tolle Veranstaltung, die eine ganze Bandbreite von Läufen anbietet (vom Bambinilauf bis zum Marathon). Nächstes Jahr solle es sogar einen 50-km-Lauf geben soll – das sind doch Perspektiven.”

Der Mittelrheinmarathon- “Ein schöner Samstagabendlauf…es wird nicht mein letzter sein!”

Roland Halder hat wieder einen Marathon auf seiner Agenda abgehakt und schreibt uns einen interessanten Laufbericht zum Mittelrhein-Marathon:

“Eigentlich wollte ich an diesem WE am Sonntag einen Marathon laufen. Aber nach einem Blick auf die Wetterprognose hat der Mittelrhein-Marathon am Samstagabend den Zuschlag bekommen.
So fuhr ich am Samstagnachmittag des 02.06.2012 nach Koblenz. Nach etwas Suchen hatte ich auch einen der ausgewiesenen Parkplätze gefunden. Von dort fuhr ein Shuttlebus bis zur Marathon Messe, bei der es auch die Startunterlagen gab. Die Messe war im Schloss untergebracht. Das war vom Ambiente her sehr angenehm. Ich holte meine Unterlagen, schlenderte über die Messe und machte mich dann auf den Weg zum Hauptbahnhof. Das Besondere am Mittelrhein-Marathon besteht darin, dass es eine one-way-Strecke ist. Start war beim sogenannten Ochsenturm in der mittelalterlichen Stadt Oberwesel. Da ich bis zum Start noch Zeit hatte, schaute ich mir die gut erhaltene Stadtmauer an. Das Wetter war sonnig und die Atmosphäre entspannt. Der Startschuss zum Marathon war um 17.30 Uhr. Die ersten 20 km empfand ich als eine laufende Sightseeingtour durch das Weltkulturerbe Mittelrhein. Eine Sehenswürdigkeit nach der anderen (Marxburg, Lorelei, Burg Rheinfels usw.). Lediglich die vielen Züge, die nebenan auf der Bahntrasse fuhren, trübten das Bild etwas – fast alle 5 bis 10 Minuten fuhr ein Zug vorbei.
Ab Boppard wurde es dann etwas stressiger. Dort war der Start zum Halbmarathon, der kurze Zeit, nachdem ich die Stadt passierte, gestartet wurde. Nun jagten kontinuierlich Halbmarathonis, viele im Pulk laufend, an mir vorbei. Von dem einen oder anderen wurde ich etwas angerempelt, da ein angemessenes umlaufen wahrscheinlich einen zu großen Zeitverlust mit sich gebracht hätte. Den einen oder anderen dieser Rennläufer hatte ich dann kurz vor dem Ziel am Deutschen Eck in Koblenz wieder eingeholt.
Nach dem Duschen im nahe liegenden Schwimmbad machte ich mich auf die Suche nach dem Parkplatz P2. Nach einem Fußmarsch von ca. 30 Minuten hatte ich mein Auto erreicht und fuhr wieder nach Hause.

Beim Mittelrhein-Marathon können Strecken von Marathon bis 10 km gelaufen werden. Allerdings ist die Marathonstrecke zu empfehlen, da sie auf der ersten Hälfte sehr viele Sehenswürdigkeiten aufweist. Aufgrund der guten Organisation und der vielen Sehenswürdigkeiten wird dieser erste Mittelrhein-Marathon für mich, nicht mein Letzter gewesen sein.”

Saar-Hunsrück-Supertrail

Ein weiterer Bericht unseres “Kilometerfressers” Roland Halder vom 18.Mai 2012:

Saar-Hunsrück-Supertrail: das Wörtchen „super“ ist berechtigt. Super anspruchsvolle Strecke, super viele Höhenmeter, super hart, super Orga und super nette Leute.

Zuerst einmal die Fakten. 1. Tag: 68 km mit ca. 2200 Höhenmetern; 2. Tag: 60 km mit ca. 1200 Höhenmetern.

Am Donnerstag (Christi Himmelfahrt, besser bekannt als Vatertag) trafen sich ca. 55 Läuferinnen und Läufer in Trier. Von dort fuhren wir mit dem Bus nach Braunweiler, wo es dann kuschelig wurde. Wir waren in Blockhütten untergebracht, die je aus vier hölzernen Stockbetten bestand. Der einzige Luxus in dieser Hütte war eine Steckdose, dich sich meist acht Smartphones und einige GPS-Uhren teilten.
Am Freitag fuhren wir dann um 7 Uhr mit dem Bus zur Wildenburg bei Kempfeld. Dort gab es ein kurzes Briefing und dann ging es pünktlich um 8 Uhr los. Nun ging es 68 km kreuz und quer und hoch und runter zurück nach Braunweiler. Hoch und runter bedeutet nicht einfach einen Hügel über eine Straße hoch zu laufen, sonder es bedeutete über Stock und Stein, über Wurzeln, durch Dreck usw. Dank des Regens war die Strecke sehr aufgeweicht und wir mussten besonders beim Herunterlaufen gut aufpassen, dass wir nicht ausrutschten. Es war nicht nur wichtig den Weg im Auge zu behalten, sondern auch immer zu schauen, ob man noch auf dem richtigen Weg ist. Ein Trail wäre nicht ein Trail, wenn er nicht plötzlich einen Schlenker nach links oder rechts machen würde. Schnell ist man dann auf der falschen Strecke. Unser Spitzenreiter beim Verlaufen hat den ersten Tag um ca. 15 km verlängert. Daher war es sehr sinnvoll sich eine passende Gruppe zu suchen, die ein ähnliches Tempo lief. Nach jeweils ca. 10 km gab es eine Verpflegungsstation.
Die Strecke, das Wetter, das ungewohnte Profil, all das forderte sehr viel Tribut bei mir. Im Ziel angekommen war ich so erledigt, dass ich weder Hunger noch Durst hatte. Daher beschränkte sich mein Abendessen auf eine große Cola, während sich die anderen ihre Kohlenhydratspeicher mit leckerem Essen auffüllten. Um 20 Uhr lag ich dann im Schlafsack und um 6 Uhr ging der Wecker. Dazwischen habe ich nichts mitbekommen.
Pünktlich um 7.30 Uhr war der Start. Nun ging es wieder kreuz und quere und hoch und runter nach Trier. Eine gute Anzahl von Läufern traten am zweiten Tag nicht mehr an. Zu Beginn fragte ich mich auch, wie ich die 60 km mit ihren Höhenmetern bewältigen kann. Aber irgendwann begann sich bei mir einfach, die Routine abzuspulen. An den Verpflegungsstationen trank ich immer sehr viel Cola, damit ich für die nächsten 10 km genug Energie hatte. So viel Cola habe ich noch nie in einer solchen Zeitspanne getrunken – es waren etliche Liter. Aber so kam ich dann in Trier ins Ziel.
Nach einer langen warmen Dusche und ausgiebig Kaffee fuhr ich dann wieder zurück nach Köln.
Den ersten Tag bin ich wieder mit meinen Five Fingers gelaufen. Das empfand ich aufgrund des Profils und der Streckenlänge etwas grenzwertig. Vielleicht lag es auch nur daran, dass ich sie noch nicht so langen habe. Am zweiten Tag bin ich dann mit normalen Laufschuhen gelaufen.
Wer wirklich mal einen tollen und anspruchsvollen Trail laufen möchte, ist hier sehr gut aufgehoben. Infos gibt es unter: http://www.sh-supertrail.de

112 Kilometer für einen guten Zweck!

Ein Bericht über einen ganz besonderen Lauf von unserem “Neuling” Roland Halder. Roland ist als sehr erfahrener Läufer seit dem 1.Mai 2012 Mitglied der LLG 80 Nordpark Köln e.V.

“Am 05.05. und 06.05.2012 lief ich beim Erft-Spendenlauf. Der Erlös kommt immer der Nachsorge von Kindern zu gute, die an tuberöser Sklerose erkrankt sind. Für jeden gelaufenen km werden 33,3 Cent gespendet.
Weil wir am Samstag recht früh mit dem Bus von Bergheim zur Erft-Quelle fuhren, trafen sich die meisten Läufer bereits am Freitag Abend zu einem geselligen Kennenlernen. Da Ultraläufer von Haus aus bescheidene Menschen sind, genügte zur Übernachtung Schlafsack und Isomatte.

Am Samstag fuhren wir um 6.50 Uhr dann mit einem Bus von Bergheim aus zur Quelle der Erft. Von dort ging es dann in der ersten Etappe 68 km entlang dem Erft-Radweg zurück nach Bergheim. Etwa immer nach ca. 10 km gab es einen reich gedeckten Verpflegungsstand. Diese ganzen Leckereien halfen uns über das schlechte Wetter hinweg. Denn während fast der ganzen ersten Etappe regnete es mehr oder weniger stark. Noch unangenehmer als der Regen war der kalte Wind, der an manchen Stellen doch sehr stark blies. Am späten Nachmittag waren wir dann wieder in Bergheim, wo wir uns in einem Fitnessstudio duschen und umziehen konnten. Von dort aus ging es dann zum Abendessen und anschließend in den Schlafsack. Für einen Außenstehenden mag sich dieser Tag sehr eintönig anhören: Laufen und essen und das meist noch im Stehen und im Regen. Was dabei nicht berücksichtigt wird, die die vielen nennten Menschen, die familiäre Atmosphäre, die tollen Gespräche und die interessante Landschaft – und das sogar über zwei Tage hinweg!

Der zweite Tag begann genau so, wie der erste aufgehört hat – mit essen und quatschen. Nach dem Frühstück liefen wir die letzten 44 km der Erft entlang bis zur Rheinmündung bei Neuss. Dieser Tag war im Vergleich zum gestrigen schon fast ein gemütliches Auslaufen. Weniger Regen, weniger Wind und wärmere Temperaturen. Damit wir aber nicht zu sehr verwöhnt wurde, war dafür das Wasser in dem Bootshaus, in dem wir duschen konnten, sehr kalt.

Die zwei Tage haben sehr viel Spaß gemacht. Allein die Idee einen Fluss von Anfang bis Ende ab zu laufen, hat schon etwas. Die gesamte Strecke bin ich mit den Five Fingers gelaufen, was ich als sehr angenehm empfand.

Five-Fingers

Lediglich am Ende des zweiten Tag taten mir die Sehnen am linken Fuß etwas weh. Aber fast jeder der Teilnehmer hatte nach dieser Strecke so seine Zipperlein und heute ist bei mir schon alles wieder weg.
Am Ende gab es noch ein Finisher-Shirt.

Der Lauf ist wirklich zu empfehlen. Es können auch kleinere Teiletappen (von Verpflegungsstand zu Verpflegungsstand) gelaufen werden.”