Hannover Marathon am 3. April 2022: Licht und Schatten

Verena lässt uns intensiv an ihren Eindrücken teilhaben:

“2019 meldete ich mich zum 30. Hannover Marathon im Frühjahr 2020 an. ‘Dank‘ Corona wurde mein Start verschoben, abgesagt, verschoben usw., bis es schließlich am 3.4.2022 soweit war. Als Vorbereitungswettkämpfe absolvierte ich den 10km-Lauf ‘rund ums Bayerkreuz‘ und 2 Wochen später den Königsforst-Halbmarathon.

Mit gemischten Gefühlen – auch wegen der immer noch Corona-bedingten Einschränkungen – fuhr ich am 2.4.2022 mit der Bahn nach Bielefeld, wo ich von Heike und ihrer Freundin Elke erwartet wurde. Diese fuhr uns im Auto nach Hannover, wo wir die Startunterlagen abholen wollten. In eisiger Kälte mussten wir draußen mit Maske in einer langen Schlange rings um den Tramplatz vor dem ‘Neuen Rathaus‘ ausharren, bis der Impfstatus geprüft worden war. Bei 18.400 Teilnehmern hätte man mehr und gezielter Ordner einsetzen können.
Nach der Prüfung des Impfnachweises erhielten wir endlich das begehrte grüne Armband, das uns erlaubte, wiederum in einer längeren Schlange, die Startunterlagen abzuholen. In den Plastik-Startbeutel wurden neben der Startnummer Sicherheitsnadeln und 2 Gels gepackt – keine Informationsbroschüre mit detailliertem Streckenverlauf und Angabe der Verpflegungsstellen oder gar Beigaben der Sponsoren. Zum Glück hatte ich zuvor schon das Meiste im Internet recherchiert. Noch schnell ein Foto vor der Wand mit allen Teilnehmernamen, dann hatten wir kein Interesse mehr an den wenigen Ausstellern auf dem ungemütlichen Rathausvorplatz, bei dem noch nicht einmal etwas Musik für Stimmung sorgte.

Im Auto ging es nach Detmold, wo wir bei Kaffee und Tee wieder auftauten. Abends verwöhnte Elke uns dann noch mit einer äußerst reichhaltigen Pasta. Die Nacht war um 5:00 Uhr zu Ende. Nach einem kleinen Frühstück fuhren wir wieder nach Hannover und fanden diesmal sogar einen kostenlosen freien Parkplatz. Auf dem 2 km Fußmarsch bei Sonnenschein und -2° – durch den kalten Wind gefühlt -7° – trafen wir nur wenige Läufer. So lange wie möglich behielt ich meine Daunenjacke an, bis ich sie schließlich im Kleiderbeutel versenkte und diesen am vorgesehenen Bus abgab.
Ein kurzer Blick auf die Eliteläufer – schließlich wurden gleichzeitig die Deutschen Meisterschaften im Marathon ausgetragen – dann kletterte ich über ein Absperrgitter, um in den Startblock zu gelangen, da ein regulärer Zugang nicht ausgeschildert oder erkennbar war. Wie gewünscht, trug ich die Maske und führte sie während des gesamten Laufs mit mir.
Nach den Handbikern wurden die Eliteläufer pünktlich um 9:00 Uhr auf die Strecke geschickt. Vier Blöcke mit Marathonis und Staffelläufern wurden anschließend ohne Pause abgefertigt. Halbmarathonis, 10-km-Läufer und Walker starteten nach uns.

Brems- und Zugläufer waren gut zu erkennen, und auf dem Boden war die blaue Linie als Ideallinie aufgemalt. Es ging zunächst nach Süden am Maschsee entlang. Hier säumten noch einige Zuschauer den Weg. Nach 4 km kam schon die 1. Verpflegungsstelle mit Wasser, Iso und Bananenstücken. Insgesamt gab es 15 Verpflegungspunkte mit diesem unveränderten Angebot und dazwischen Erfrischungspunkte mit Wasser. Die Anzahl der Versorgungspunkte war mehr als ausreichend; in der 2. Hälfte des Marathons hätte ich mir allerdings schon Cola und etwas Salzgebäck gewünscht.
Die Strecke war engmaschig deutlich gekennzeichnet mit roten Schildern; die jeweiligen Kilometerschilder waren für die Marathonstrecke in einem sehr blassen Hellgrün gehalten, dass in der Sonne kaum zu erkennen war. Die Halbmarathonstrecke, die teilweise mit unserer Strecke gemeinsam verlief, war dagegen mit leuchtenden orange-farbigen Kilometerschildern gekennzeichnet.
Nach 8 Kilometern liefen wir auf einer langen geraden Strecke mehr als 6 km bei heftigem Gegenwind zurück. Das kostete viel Kraft. Bei km 14 warteten meine Fans Elke und Heike – letztere konnte leider verletzungsbedingt nicht mitlaufen. An der Kröpcke-Uhr vorbei und durch den Tunnel am Hauptbahnhof ging es ab Kilometer 16 wieder auf eine lange gerade Strecke – diesmal durchs Grüne, die Eilenriede, ein großer Stadtwald mit dem zoologischen Garten. Zuschauer gab es hier noch weniger als vorher, vielen war es wohl einfach zu kalt. Auch die Sonne hatte sich verabschiedet. Abwechslung boten da nur die Eliteläufer, die uns auf der gegenüberliegenden Absperrung entgegen kamen. Bei Kilometer 21 überquerten wir unter Böen den Mittellandkanal, dann ging es wieder durchs Grüne auf langen graden Strecken zurück – ohne Anfeuerung oder Musik. Ab ca. Kilometer 27 war die Strecke für mehr als 5 km meist identisch mit der Halbmarathonstrecke, und der Weg war oft verwirrend, so dass ich mich einige Male vergewissern musste, ob ich mich nicht verlaufen hatte. So war ich froh, als die nächsten 5 km im Stadtteil Vahrenwald-List den Marathonis vorbehalten waren. Mehrfach regnete es kurz – wie vorhergesagt. Es war und blieb extrem ruhig – sehr ungewöhnlich für einen Stadtmarathon. Auf der ganzen Strecke gab es vielleicht 2 – 3 Sambagruppen, einige Ghettoblaster oder andere Lautsprechermusik und ganz vereinzelt private Solokonzerte. Von Stimmung konnte nur an wenigen Hotspots die Rede sein. Auf dem Weg zurück zum ‘Alten Rathaus‘ wurde ich allerdings lautstark mit ‘Kölle, Kölle‘ begrüßt, als einige Zuschauer mein Köln Marathon Botschafter-T-Shirt entzifferten.
Am vorletzten Verpflegungspunkt kam es dann zu einem sehr unangenehmen Erlebnis: Eine Kehrmaschine der AHA säuberte dort gründlich und in Schlangenlinien, ohne mich heran nahende Läuferin zur Kenntnis zu nehmen. Ich versuchte mehrfach zu überholen, rettete mich schließlich auf den Bürgersteig, tief die Abgase inhalierend.
Mit entsprechend viel Adrenalin absolvierte ich schließlich die letzten Kilometer, registrierte noch die Frauenfiguren von Nikki de Saint Phalle – die drei „Nanas“ und das Leineschloss mit dem Landtag, bis nach einer letzten Kurve der Zielbogen in Sicht kam. Es gab zwar keinen roten Teppich, aber mich überkam dennoch das ‘Runner’s High‘, als ich nach 5:38:00 im Ziel war. Es folgte eine längere Auslaufzone, bis wir die Holzmedaille in Empfang nehmen konnten. Nach einem weiteren Fußmarsch gab es endlich die ersehnten Getränke (Wasser, Multivitaminsaft, Erdinger alkoholfrei), Salzkräcker und grasgrüne Bananen. Der versprochene Finisher-Bag mit Müsliriegel, Salzgebäck, Lakritz, Kekse, Mini-Salami und Kuchensnack war offenbar schon vergriffen.
Duschen und Massagen waren nicht vorgesehen, so dass ich nur meinen Kleiderbeutel abholen konnte und gemeinsam mit Elke und Heike zum Auto spazierte, wo ich mich umziehen konnte.

Es gewannen Domenika Mayer in 2:26:50 sowie Hendrik Pfeiffer in 2:10:59 .

Halbmarathon in Berlin

Helmut Buscham hat am 3. April 2022 seine Grenzen ausgelotet:

“Ich hatte mich zusammen mit meinen Freund Dirk für den Berlin Halbmarathon in Form eines Sponsorenlaufes für „Ärzte ohne Grenzen“ angemeldet. Im Vorfeld hatten wir unser persönliches Umfeld zum Spenden aufgerufen. Mein Motto dazu lautete: „Für Ärzte ohne Grenzen laufe ich aus der Komfortzone“.

Nachdem ich recht gut trainiert hatte, auch auf dem Laufband und den Königsforsthalbmarathon in 2:12 geschafft hatte, war ich zuversichtlich, mich steigern zu können. Allerdings bin ich dann zuhause bei Probelaufen mit meiner neuen Gleitsichtbrille voll mit dem schon mal gebrochenen kleinen Zeh („Pinky“) gegen die Küchentür gedonnert. Erst tat es nur weh, später ist dann auch der Vorfuß ödematös angeschwollen. Meine Eigendiagnose lautete aber: nichts gebrochen.

So bin ich dann heute gestartet. Es war winterlich kalt: morgens 4 Grad und windig-boeig. Allerdings kein Regen oder Schneefall. Die Organisation (scc-events) wie auch beim großen Berlinmarathon super. Das Abholen der Unterlagen auf der Messe im ehemaligen Flughafen Tempelhof am Platz der Luftbrücke unproblematisch. Die Strecke mit Einlass vor dem Reichstag, Start auf der Straße des 17.Juni vor der Siegessäule, Motivation mit Musik und Klatschen auf isländische Art, auf breiten Strassen bis zum Charlottenburger Schloss, Schlossallee, um den Halensee, Kurfürstendamm, Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, KaDeWe, Wittenbergplatz, Potsdamer Platz, Gendarmenmarkt, Unter den Linden, durchs Brandenburger Tor, noch 100 m, dann im Ziel.Trotz der Kälte viele gut gelaunte Zuschauer entlang der Laufstrecke und viele Musikgruppen. Meine Laufuhr (Garmin) hat meinen Anweisungen nicht gefolgt, den Lauf erst garnicht aufgezeichnet und mir selten mal einen pace aufgezeigt. Letztlich war in mit den erreichten 2:16 zufrieden, auch wenn ich mal wieder die Komfortzone nicht verlassen habe.

Freund Dirk Lampe hat sich mal wieder als echter Sportsmann gezeigt mit Zielzeit 1:48.

P.S.: morgen lasse ich meinen Fuß röntgen!”

Der Lauf in der verbotenen Stadt

Michael berichtet vom Benrather Volkslauf am 2. April:

“Da der Lauf im Eifgenbachtal nicht stattfand, mussten wir für April einen anderen Lauf aussuchen. Unsere Wahl war auf den Benrather Volkslauf gefallen, den Uwe und ich schon vor langer Zeit als HM absolviert hatten.
Diesmal liefen wir (Adriana, Elisa, Ute, Uwe, ich und als Gast Dado, den einige von euch schon kennen), alle nur die 10 Km Distanz. Beim morgendlichen Blick aus dem Fenster staunte man nicht schlecht: Autos und Bäume waren in Weiß gehüllt, die Temperatur betrug 0°. Was hatten wir uns da angetan: Egal, auf ging’s nach Benrath.
Auf dem Sportplatz war noch ein wenig vom zusammengeschobenen Schnee zu sehen. Es war kalt und warme Kleidung war angesagt. Vorsorglich hatten einige noch heißen Tee dabei, der gut tat. Auf unserem Rundgang erspähten wir ein Schlemmerparadies aus einer Vielzahl von Kuchen, Waffeln und Würsten.

Auf los ging’s los, zweimal die dieselbe Runde, die Sonne blinzelte uns kurz zu, richtig angezogen mit Stirnband und Handschuhen dem Ziel entgegen.

Dann auf zu der überaus reichlichen Kuchentafel. Dado spendierte uns die Leckereien, nochmals vielen Dank dafür, und dann wollten wir nach Hause aufbrechen, da in der Ausschreibung stand, dass keine Siegerehrung stattfinden würde. Aber weit gefehlt. Die ersten jeder Altersklasse bekamen einen Pokal. Danach waren wir aber nun wirklich durchgefroren und traten den Heimweg an. (Das Wetter hatte sehr viele abgeschreckt: Von den 106 vorangemeldeten 10 Km- Läufern waren nur 76 und von den 167 Hm nur 121 im Ziel.)

Die Ergebnisse:
Uwe: 54:36 (3. AK)
Elisa: 55:51 (2 .AK)
Dado: 56:02 (5. AK)
Adriana: 1:01:38 (1 .AK)
Michael: 1:01:38 (1. AK)
Ute schied nach der 1. Runde aus.”

Die erste große Laufveranstaltung nach zwei Jahren im Kölner Umfeld

Michael Mannheim schreibt seinen Bericht zum Halbmarathonlauf im Königsforst am 7.11.2021:

Heute, coronabedingt ungewohnt im Herbst, fand der Königsforst Marathon statt. Drei Distanzen waren angeboten: 63 KM. Marathon und HM, insgesamt haben 995 Teilnehmer gefinisht, davon neun LLG´lerinnen und LLG´ler über die Halbmarathondistanz.

Bei idealem Laufwetter um die 10° ging es auf die gewohnte Runde, wobei Adriana und Elisa diese zum ersten Mal in Angriff nahmen.

Die Strecke durch den Wald ist während der Herbstzeit mit seinen bunten Blättern sehr schön anzusehen, die kleinen immer wiederkehrenden Steigungen, die sich schließlich auf über 210 Meter addieren, schon eine Herausforderung, erst recht, wenn man so lange keinen Wettkampf mehr bestritten hat. Von Heike und Olli wurden wir an der Strecke angefeuert, so dass wir alle glücklich und zufrieden im Ziel ankamen.

Wenn Gabi nicht mehr die letzten zwei Kilometer wegen einer Blase unter ihrem Ballen hätte gehen müssen, hätten die Frauen den ersten Platz in der Mannschaftswertung der Frauen geschafft. ( Wir woll’n euch siegen seh’n! )

Im Zielbereich waren zwei Falkner mit ihren Greifvögeln, einem amerikanischem Bussard und einem Falken in einem Abstand von noch nicht einmal einem halben Meter, ohne Zaun zu uns. Das war schon beeindruckend. Ebenfalls beeindruckend waren die leckeren Nussecken von Gabi.

Ab morgen kann man sich schon innerhalb der nächsten Woche für den im nächsten Jahr stattfindenden Lauf ( Lauf des Monats März) mit 10% Rabatt anmelden.

Dann schau’n wir mal.

Drei-Länder-Marathon

Andrea Hein gibt uns einen Eindruck zu einem außergewöhnlichen Lauf:

“Wirklich zufällig stolperte ich über den 3-Länder-Marathon, der in erreichbarer Nähe zu unserer Ferienwohnung im Allgäu am ersten Sonntag unseres Urlaubs stattfinden sollte.

Kurz überlegt und kurz entschlossen meldete ich mich an …. Mal gucken, was so geht …..eigentlich mache ich das ja eher anders rum – Marathon planen und dann den Urlaub drum herum festzurren :-)

Der Start erfolgte morgens mit allerbester Kulisse im Hafen von Lindau (Deutschland). Dort wurde uns versprochen, dass in Bregenz (Österreich) der vernebelte Himmel aufgerissen sei und uns Sonne erwarten würde. Aber auch in St. Margarethen (Schweiz) war die nicht zu sehen. Die Strecke entlang des Bodensees wäre mit strahlendblauem Himmel und den Alpen im Hintergrund (so man sie denn gesehen hätte) wirklich wunderschön gewesen.

Einzigartig war es auf jeden Fall – innerhalb von 42,2 Kilometern drei Länder zu durchlaufen macht man ja auch nicht jeden Tag. Mir taten an diesem Tag vor allem die Helfer, Streckenposten und Zuschauer leid – es wurde einfach nicht wärmer und die Armen froren ganz offensichtlich. Trotzdem wurden wir Läufer angefeuert, liebevoll versorgt und motivierend auf die weitere Strecke geschickt.

Der Zieleinlauf im Stadion in Bregenz war dann wirklich ein tolles Erlebnis und am Foto mit dem Besten des Laufes sieht man einfach mal wieder, was Läufer für ein nettes Volk sind!”

Laufen im Herbst 2021

Heike Benzmüller berichtet von ihrer Teilnahme an drei schönen Läufen:

“Laufen im Herbst. An alle Wiederholungstäter*innen: Die Reihenfolge „Münster Marathon“> „Hermannslauf“ > „Marathon de Paris“ geht’s auch – 2021 macht es möglich!

Ich bin Wiederholungstäterin. Alle drei Läufe habe ich bereits einmal vor Jahren absolviert (2015/17/18) und nun nach dem Jahr 2020, mit fast nur virtuellen Läufen, wollte ich einfach mal wieder live erleben, wie sich das anfühlt: Ein überschaubarer Stadtmarathon, ein abwechslungsreicher Berglauf und eben Paris als Großveranstaltung. Meines Erachtens fühlt sich ein Marathon viel leichter an, wenn man eine Strecke kennt, zudem auch das Drumherum, wie Anfahrt und Startunterlagenabholung; somit konnte ich diese Veranstaltungen entspannt genießen.

Der „Münster Marathon“ am 12. September: Ich mag die Strecke und die Stimmung. Zunächst ist man ca. 10 Kilometer auf den Pflastersteinen in der Innenstadt unterwegs. Gut, dass man zu Beginn noch fit & aufmerksam ist, diese Stolpersteine zu überwinden. Dann geht’s raus aufs platte Land und durch die Dörfer. Es ist kein Klischee: Radfahrer sind immer unterwegs, zudem ist immer was los, denn die Staffelläufer kommen auf die Strecke und beleben das Geschehen unterwegs. Wenn der Aasee wieder in Sicht kommt, kann man noch einmal Gas geben. Schließlich ist der Zieleinlauf auf dem Prinzipalmarkt besonders bunt: Langer roter Teppich und der Himmel voll bunter Fähnchen.

„Hermann im Herbst“ geht auch, haben die Veranstalter festgestellt (10. Oktober). Und auch hier wurden alle Läuferinnen und Läufer von der Sonne verwöhnt. Die Höhenmeter und das Gefälle sind ja schön verteilt auf die 31,1 Kilometer, sowohl die wunderbaren Treppen im Wald, als auch in Oerlinghausen – natürlich über Pflastersteine – bergab. Auch gleich zu Beginn geht es über ‚Stock und Stein‘; denn teilweise sind die Waldwege arg mitgenommen. Grund sind wohl die Forstarbeiten mit großem Gerät. Ja, das Streckenprofil ist schon eine Herausforderung und da mir das Hügeltraining fehlte, war das Ergebnis ein wirklich fieser Muskelkater in den Oberschenkeln.

Mit ein wenig müden Beinen ging es dann zum „Marathon de Paris“ (17.Oktober), zusammen mit Verena und den Mitreisenden Elke/Tanja (Ganz herzlichen Dank für den tollen Support!). Eine wunderbare Reisegruppe und natürlich eine schöne Strecke durch die Stadt (Opera, Louvre, Eiffelturm etc.), durch die bekannten Stadtwälder und an der Seine entlang. Irgendwie ‚fällt‘ man schließlich aus dem Wald in den Zieleinlauf und ist fast enttäuscht darüber, dass es leider schon vorbei ist. Schwelgend in schönen Eindrücken vom Lauftag in der Metro sitzend, müde…Verena & Heike und der ambitionierte ‚Fanblock‘ Elke und Tanja. Schön auch, wenn man LLGler an der Seine trifft: Helmut hat ebenfalls gefinisht. Gratulation! Obligatorisch: Ein Spaziergang im „Jardin des Tuileries“ zur Lockerung der Muskeln am Folgetag, wobei man kaum glauben mag, dass man nur einen Tag zuvor quer über den „Place de la Concorde“ gelaufen ist.
Bin akut gefährdet, auch im nächsten Jahr zwei bis drei Läufe dieses Potpourri an Laufveranstaltungen wieder zu genießen.

Die Termine im kommenden Jahr:
03.04.2022: Marathon de Paris
Der 50. Hermannslauf findet am 24. April 2022 statt!
11.09.2022 Der JUBI-LAUF > 20. Münster Marathon!”

Seit 1985 immer am 1. Mai: Der Trainingsmarathon!

In jedem Jahr lassen wir es uns am 1. Mai nicht nehmen einen ganz speziellen Trainingslauf durchzuführen. Bis 2019 war es ein Ein- und Ausstiegmarathon, bei dem Neulinge gemeinsam mit erfahrenen Marathonis in einer Gruppe über die Königsdistanz 42,195 Kilometer laufen konnten. Seit Corona ist das anders, so auch in diesem Jahr.

Die Aktiven hatten sich im Vorfeld für Streckenlängen von Halbmarathon über 30 Kilometer bis hin zur Marathondistanz entschieden. Auf dem Fahrrad fuhren Begleiter*innen mit, die Verpflegung und Wechselkleidung transportierten. So konnten alle unterwegs versorgt werden. die Startzeit hatten wir angepasst, da am linksrheinischen und rechtsrheinischen Ufer Maskenpflicht ab 10:00 Uhr vorgesehen war, die für Läufer*innen (vielleicht) nicht galt- aber wer wollte das schon erproben?

Michael berichtet: “Bei idealem Laufwetter machten sich die Halbmarathonis Rudolf, Verena, Michael K., Jürgen, Elisa, Adriana, Helmut, Gabi, Bernhard, Sascha, Michael M. auf den Weg.Vier Brückenquerungen waren zu passieren: Niehler Hafenbrücke, Mülheimer, Katzenbuckel und die Hohenzollernbrücke Die Stimmung in unserer Gruppe war toll und so konnten Adriana, Elisa und Bernhard persönliche Bestleistungen mit 22.5 Km aufstellen. Auf dem Parkplatz angekommen gab es für jeden köstlichen Rhabarberstreuselkuchen, den Gabi gebacken hatte. Jeder erhielt noch eine Urkunde für den Lauf, bevor wir uns auf den Heimweg machten.”

Claudia und Thomas hatten sich für schnelles Walking entschieden und konnten das schöne Rheinpanorama ebenso genießen wie Rosi, Anne und Maria. Sie hatten sich die dreißig Kilometer vorgenommen und mit schnellem Schritt geschafft. Zufrieden und glücklich kamen auch sie wieder zurück.

Die Marathonis konnten in guter Aufteilung ebenfalls ideales Laufwetter und beste Stimmung unterwegs genießen- halt nur e t w a s länger. Andrea schreibt dazu sehr treffend: “Wir sind wohl ein ganz schön netter Haufen. Wie anders lässt sich denn erklären, dass wir während der Pandemie Mitgliederzuwachs haben – obwohl unsere Vereinsaktivitäten kaum stattfinden können: kein Lauf des Monats, keine Gruppenläufe samstags/sonntags, keine vereinsinternen Veranstaltungen. Keine? Doch! In abgeänderter Form, aber trotzdem gerne angenommen, wie man an all den fröhlichen Gesichtern sehen kann. So starteten wir heute in unterschiedlichen Gruppen zu unserem 1. Mai-Marathon Rund um den Colonius. In unserem Marathontrüppchen lief Pascal – einer jener Interessenten – mit und wir hatten zwei rollende Verpflegungsstationen und Motivatorinnen dabei. Die Stimmung bei uns – ausgelassen. Zufrieden. Glücklich, immer, wenn wir auf weitere Vereinsmitglieder trafen. Und am Ende einfach nur happy: Marathon geschafft, tollen Tag gehabt, Gemeinsamkeit erlebt. Und im nächsten Jahr sind wir wieder dabei.” Bemerkenswert ist die Leistung von Leo T.(5 1/2 Jahre), der uns mit seinem Mountainbike über 13 Kilometer begleitete und nicht ein Mal geschoben werden musste!

Wir hatten einen wirklich schönen Vormittag und hoffen natürlich, dass wir im kommenden Jahr wieder in der bisherigen Form den Lauf anbieten können!

Ein weiterer Bericht zum virtuellen KölnMarathon

Andrea Hein schreibt ihren Bericht zum virtuellen Marathonlauf am 4.Oktober 2020:

Nach gemeinsamen Start mit den Halbmarathonis ging es auf unsere 1. Mai-Runde und es fühlte sich – dank mobiler Verpflegungsstellen durch Olli – auch eher an wie unser Lauf “Rund um den Colonius” als Köln Marathon.
An der Hohenzollernbrücke verließen uns die die Halbmarathonis und zu Siebt, nein, ein Stück weit mit Rudolf an unserer Seite zu acht, gings weiter auf Marathonkurs, vorbei an vielen Gleichgesinnten, die ebenfalls virtuell unterwegs waren. Es machte jedes mal Spaß, sich gegenseitig zu beklatschen und anzufeuern.An unserer zweiten Verpflegungsstelle trafen wir kurz auf Verena, Michael Sch. und viele andere KölnMarathonbotschafter, die als Supporter für Jörg Peters auf der Strecke waren.
Das Wetter spielte mit, die Beine auch und mit dem Wissen, wo unsere nächste Verpflegung auf uns warten würde, verging Kilometer um Kilometer als auch schon das Ziel in greifbare Nähe kam. Am Unterstand erwarteten uns bereits Olli und Katrin, die uns zum Finish gratulierten und unsere Medaillen umhängten.
Und auch uns erwartete beste Zielverpflegung – Heike hatte lecker gebacken und uns mit Apfelkuchen versorgt. Unsere beiden Gäste Nina und Pascal waren total begeistert von unserem gemeinsamen Lauf.Resümee: Die Stimmung und das Feeling eines echten Wettbewerbs kann keine virtuelle Version ersetzen- eine tolle Laufgemeinschaft kann aber auch der beste Wettbewerb nicht ersetzen!

KölnMarathon am 4.10.2020- virtuell und doch real erlaufen!

Es gab am 4. Oktober 2020 keinen Startschuss weder für den Halbmarathon noch für den Marathon. Nichts war wie bei den bisherigen 23 Veranstaltungen in Köln: Keine gesperrten Strecken, keine Zuschauer, keine Verpflegungsstationen und kein Zieleinlauf für glücklich strahlende Läuferinnen und Läufer.

Und trotzdem war der 4. Oktober 2020 für über 3200 zum virtuellen Lauf angemeldeten KölnMarathon-Fans ein ganz besonderer Tag. Im Zeitraum von 08:00-18:00 Uhr starteten sie in Köln oder von ihrem Wohnort irgendwo in Deutschland, ja sogar in Italien wie unser Mitglied Thomas.

Mit dabei waren über zwanzig begeisterte Starterinnen und Starter der LLG 80. Eine kleine Gruppe startete um 8:30 Uhr zum Marathon.Silke, Stephan, Heijo und Berna (Gast) hatten sich die Marathonstrecke vorgenommen, die seit 1985 jährlich am 1. Mai absolviert wird. Der Start erfolgte vor Heijos Haustür, alles war perfekt geplant. Von der Hafenbrücke in Niehl ging es bei heftigem Gegenwind am Rheinufer bis zur einer kurzen Pause an der Rodenkirchener Brücke. Anschließend weiter durch den äußeren Grüngürtel mit einer weiteren Pause am Radstadion im gleichmäßigem Tempo weiter. Die Tracking-App funktionierte ebenso gut wie die -natürlich- eingeschalteten Laufuhren. So konnte diese Gruppe zwar angestrengt, aber gleichzeitig auch entspannt dem Ziel entgegen laufen. Hier warteten schon die kleinen und großen Fans, es gab Getränke und weitere Erfrischungen für die zufriedenen Marathonis.

Michael Mannheim schreibt für die zweite Gruppe:

“Eigentlich sollte heute der Köln-Marathon stattfinden, aber Corona hatte nur die virtuelle Corona- Variante zugelassen.So trafen wir uns mit den Marathonis um 10:00 Uhr am Unterstand, verstauten unsere Wechselkleidung im Auto und los ging’s. Die App dudelte und nach kurzer Seit war sie auf stumm geschaltet. Zuerst bis zum Rhein und dann immer am Rhein entlang bei heftigem Gegenwind.Nach 9 Km hatten wir an der Bastei den Getränkestand erreicht, den Oliver für uns eingerichtet hatte. Dafür noch einmal ein herzliches Dankeschön. An der Hohenzollernbrücke verließen wir, bei Km 10 die Brücke überquerend, die Marathonis, um auf der “schäl Sick” den Rückweg anzutreten. Die Strecke ist sehr schön: Immer am Rhein entlang, an dem BUGA- Gelände vorbei, – hier begegneten uns besonders viele Köln- Marathonis -, die Katzenbuckelbrücke rauf und runter, die schönen Wohnblocks in Mülheim passiert, über viele Stufen zur Mülheimer Brücke, dann wieder die Rheinseite gewechselt.Nur Marion kannte diese Strecke. Aber was sagt Walter immer:”Durch’s Laufen lernt man die Heimat kennen.” Kurz bevor wir die 21 Km Marke erreichten, wurde die App wieder eingeschaltet und an der Haltestelle der Straßenbahn hatte wir die Ziellinie erreicht. Für Elisa war dies eine besondere Leistung: Für Sie war es der erste HM. Dazu wurde ihr natürlich herzlich gratuliert. Für Adriana war dies der zweite HM zusammen mit den Lauffreund*innen, auch dazu herzlichen Glückwunsch. Dann gingen wir zunächst, bis wir dann noch einmal langsam zum Unterstand trabten.
Nachdem wir unsere Laufkleidung gewechselt hatten, gab es noch eine Überraschung: Gabi hatte Nussecken gebacken und die fanden ausgehungerte Abnehmer. Auch dafür nachträglich noch einmal vielen Dank.
Resümee: Wir hatten viel Spaß, neue Strecken und beste Laune.”

Thomas lief seinen virtuellen Marathon in Italien und konnte dort mildere Temperaturen genießen. Das Bild zeigt ihn im Shirt der KölnMarathon- Botschafter ebenso wie Verena, die aber in Köln lief. Hier aufgelistet alle Halbmarathonis: Walter, Oliver K., Marion, Rudolf, Gabi, Adriana, Elisa, Jürgen, Maria, Michael. Die Königsdistanz haben hinter sich gebracht: Andrea, Heike, Lydia, Uwe, Michael Sch. (61 Kilometer!), Thomas, Verena, Katrin, Silke, Berna (Gast), Stephan, Heijo.

Wir freuen uns auf den 3.Oktober 2021, an dem dann hoffentlich der nächste KölnMarathon wieder real stattfinden kann!

Dass wir das noch in diesem Jahr erleben durften!

Da hatte Andrea einen sehr schönen Vorschlag gemacht: Einen Crosslauf als Lauf des Monats mit fast allem “Zipp und Zapp,” was dazu gehört, über 16 Km mit drei gewaltigen Anstiegen und kleinen abwärts führenden Trampelpfaden. “Herrlisch”!!! Das alles konnten wir am 20.09.2020 bei strahlendem Sonnenschein in Krefeld genießen. Einer Laufveranstaltung, wie wir sie vor einem halben Jahr das letzte Mal erleben konnten. Die wenigen Einschränkungen wegen Corona taten daran überhaupt keinen Abbruch. Die vielen Passagen durch Wald und die geringe Luftfeuchtigkeit machten die hohen Temperaturen erträglich, drei Getränkestellen sorgten für den notwendigen Flüssigkeitsnachschub. Man wurde den Eindruck nicht los, dass sich dort die Läuferelite eingefunden hatte, die sich den Corona-Frust vom Leibe laufen wollte. Die Ergebnisse der bestplatzierten Frauen wie auch der Männer (s. Heijo!) sind eine beredter Beweis dafür. Gerne wären wir bei diesem Lauf noch einmal dabei, aber er fällt häufig auf den Termin unseres Laufs um den Fühlinger See. Aber so hatten wir- dank Corona – ein unvergessliches Lauferlebnis. Mit dabei waren am Tag nach seinem Geburtstag Heijo, Verena – beide erste(r) ihrer AK, Thomas , Heike, Andrea. Adriana, Elisa und Michael bildeten das “Team Mutig”. Der Veranstalter sorgte für kleine Überraschungen am Ende des Laufes: Einige Finalisten bekamen nach dem Zufallsprinzip ein kleines Geschenk. So erhielt Verena nach ihrem Zieleinlauf eine Flasche Wein!
Lang und hügelig: Der große SeidenRaupenCross (Ergebnisse 16 km)
Männlich
45. Heijo Fetten 1. M65 1:18:26
120. Thomas Boelter 14. M55 1:33:59
166. Michael Mannheim 5. M70 1:57:29
Weiblich
40. Andrea Hein 6. W40 1:37:05
41. Heike Benzmüller 9. W45 1:37:05
69. Adriana Kulcsar 10. Frauen 1:57:28
70. Elisa Werner 14. W40 1:57:29
72. Verena Hajek 1. W65 1:59:01
Anzahl Teilnehmer: 374

Bericht von Michael Mannheim